Erlangen: Bald kommt das Generationencafé

Unter dem Titel „Erlangen Inklusiv“ ist in der fränkischen Modellkommune die zweite Projektphase angelaufen. Nach langen Planungen heißt es jetzt, Teilhabemöglichkeiten auszubauen – zum Beispiel mit dem Generationencafé.

Frauen an einem Tisch unterhalten sich.

Das Generationencafé war Netzwerk-Koordinatorin Felicitas Keefer von Anfang an ein besonders wichtiges Anliegen. Weil es am 13. November 2018 im Bistro Wabene startet, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Felicitas Keefer freut sich schon jetzt sehr auf die Eröffnung des Cafés.

Es soll im Laufe der Zeit zu einer Plattform werden, in die sich jeder Mensch aus Erlangen mit eigenen Ideen einbringen kann. Künftig kommt hier zum Beispiel ein inklusiver Chor zusammen, der jede und jeden willkommen heißt. Er wird unter anderem aus Angehörigen der zwei Fokusgruppen bestehen, auf die sich Kommune Inklusiv in Erlangen konzentriert.

Die Zielgruppen

Denn Erlangen Inklusiv fasst zunächst vereinsamte Senioren mit Behinderung, egal ob körperlicher, geistiger oder psychischer Art, und Menschen mit Hörbehinderung ins Auge. Dazu gehören Träger von Cochlea-Implantaten, Schwerhörige und Gehörlose.

Weiterhin ist für das Generationencafé unter dem Arbeitstitel „Biographische Anekdoten“ eine Ausstellung geplant, in der Menschen mit Hörbehinderung und Ältere schon bald ihre persönliche Geschichte weitergeben. Um sie zu erzählen, können sie verschiedenste Medien wie Bücher, Fotos, Audios oder Videos nutzen.

Blick in eine Gesprächsrunde in Erlangen.

Weitere Angebote geplant

Doch nicht nur für das Generationencafé arbeitet das Netzwerk in Erlangen fleißig. Zusätzlich laufen die Planungen für die erste Empowerment-Schulung für Menschen mit Hörbehinderung. Die zweite Koordinatorin Ina Fischer kümmert sich gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Hörbehinderung darum. 

Die Initiative „Erlangen Inklusiv“ hat in den Bereichen Freizeit, Gesundheit und Bildung aber noch viele weitere Angebote geplant, um mehr Teilhabe für ihre Fokusgruppen zu schaffen. So soll etwa die AppBe my ears“ Gehörlosen ein intensiveres Erleben kultureller Veranstaltungen ermöglichen.

Ziel des Koordinatorinnen-Gespanns ist es außerdem, vor Ort die Gebärden-Kompetenz und die Vermittlung von Gebärdensprach-Dolmetschern zu verbessern. Ina Fischer und Felicitas Keefer kümmern sich seit Juni 2018 gemeinsam um „Kommune Inklusiv“. Viel Zeit zu entspannen haben die beiden nach dem Sommer nicht – denn am 4. und 5. September sind sie Gastgeberinnen des nächsten Koordinatoren-Treffens aller Modellkommunen