Erlangen: Es läuft

Der Umzug in die Innenstadt ist abgeschlossen! Seit dem 22. Januar steht allen Interessierten das neue zentrale Kommune Inklusiv-Büro offen. Und dessen Türen werden regelrecht eingerannt.

Mehrere Männer sitzem gemeinsam am Biertisch

„Wir können uns kaum vor Anfragen und Ideen retten“, freut sich Ina Fischer, die die eine Hälfte des Erlanger Koordinatorinnen-Gespanns bildet. „Aber wir müssen leider vieles ablehnen. Wenn wir versuchen, alles gleichzeitig umzusetzen, werden wir am Ende keiner Sache richtig gerecht. Wir wollen uns auf das, was wir umsetzen, aber zu hundert Prozent konzentrieren.“
Sich abzugrenzen und häufiger nein zu sagen – das habe sie im Rahmen von Kommune Inklusiv also definitiv gelernt. Auch Absagen so zu verpacken, dass die Leute nicht beleidigt sind, sondern wiederkommen. „Es gibt auch erste Anfragen von Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Wir haben nur leider noch keine Einsatzmöglichkeiten für sie.“

„Woche der Sinne“ und Generationencafé

Momentan werde mit Leuten aus der Gastronomie unter anderem an der „Woche der Sinne“ gearbeitet. Idee ist, beim gemeinsamen Essen eine Woche lang bestimmte Sinne auszuschalten. Also zum Beispiel ein Dinner im Dunkeln zu sich zu nehmen, um sich besser in die Lebenswirklichkeit blinder Menschen einfühlen zu können. Oder im Stillen zu Abend zu essen, um die Situation von Menschen mit Hörbehinderung besser zu verstehen.
Neben der geplanten Woche der Sinne findet schon seit November 2018 regelmäßig das gut besuchte Generationencafé „Erlangen erzählt...“ statt. Hier kommen alle, die Lust haben und egal welchen Alters, zusammen und tauschen sich zu interessanten Themen aus. Denn jedes Generationencafé steht unter einem bestimmten Titel. Auch in Kooperation mit der VHS gibt es regelmäßig inklusive Veranstaltungen.

Porträt Ina Fischer

„Bunt ist schöner“ und „Die Kinder der Utopie“

Im Mai ist für zwei Wochen die Poster-Ausstellung „Bunt ist schöner“ in Erlangen zu Gast. Sie zeigt ganz unterschiedliche Menschen, die jedoch eines gemeinsam haben: Sie sind anders als das, was gemeinhin als normal gilt. Die Botschaft dahinter: Unterschiedliche Lebensweisen und Bedürfnisse bereichern uns. Gestaltet hat die Poster die Bremer Künstlerin Kassandra Ruhm, die sich bereits seit vielen Jahren mit den Themen Gleichstellung und Inklusion beschäftigt.

Kommune Inklusiv Erlangen zeigt am 15. Mai außerdem den Dokumentarfilm „Die Kinder der Utopie“. Sechs junge Erwachsene erzählen darin von ihren Erlebnissen und Erfahrungen in einer Inklusionsklasse. Sowohl die Ausstellung als auch der Film sollen dazu beitragen, die Bevölkerung noch mehr auf Inklusion aufmerksam zu machen. Ina Fischer ist glücklich darüber, dass Kommune Inklusiv so gut läuft. Ein Grund dafür sei die Unterstützung seitens der Stadt: „Wir haben einen wahnsinnigen Rückhalt bei unserem Oberbürgermeister und Dr. Elisabeth Preuß, der Sozialreferentin. Das spürt man auf allen Ebenen.“

 

Mehr Info

PDF Download: Alle Termine von „Erlangen erzählt...“

PDF Download: Alle Veranstaltungen von Kommune Inklusiv und der Volkshochschule Erlangen