Prominenter Besuch in Schneverdingen

Neben Erlangen ist auch Schneverdingen nach dem Sommer erholt und voller Energie in die nächste Projektphase gestartet. Im August besuchte sogar SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil die Modellkommune.  

Der Heidegarten Schneverdingen.

Die Bürger für Inklusion zu gewinnen und zu sensibilisieren – das ist den Inklusionsmachern in Schneverdingen besonders wichtig. Die Aufmerksamkeit eines Mannes haben sie schon sicher: Am 17. August informierte sich der gebürtige Soltauer und SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil vor Ort über das Projekt und seinen Stand. Neben diesem „Promi“ sollte es auch gut funktionieren, der Bevölkerung das Thema Inklusion nahezubringen.

Schließlich hat das ländliche Schneverdingen eine breite Vereinslandschaft mit vielen Engagierten und Ehrenamtlichen. Digitale Rundbriefe halten sie über Kommune Inklusiv auf dem Laufenden. Wer sich nicht nur informieren, sondern aktiv einbringen möchte, nimmt einfach an einem der regelmäßigen Arbeitsgruppen-Treffen teil. Informationen gibt es außerdem auf der projekteigene Webseite und bei Facebook.

Zielgruppen und Ziele

Dabei verschreibt sich Kommune Inklusiv Schneverdingen – oder „Schneverdingen für alle“, wie sich das Projekt auch nennt – in den nächsten Jahren vier Zielgruppen: Menschen mit Behinderung, Geflüchteten und Migranten, älteren Menschen sowie Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf. Wenn alles klappt, werden sie an den Bereichen Arbeit, Freizeit und Bildung schon bald besser teilhaben können.  

Logo Schneverdingen für alle.

Freizeitangebote sollen barriereärmer, idealerweise sogar komplett barrierefrei werden. Im Bereich Arbeit werden es Menschen mit Behinderung und Geflüchtete und Migranten bald leichter haben, Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu erhalten. Und im Bereich Bildung, der was Inklusion betrifft besonders negativ vorbelastet ist, sollen mehr Verständnis, individuelle Hilfen und neue Denkansätze entstehen.

Geplante Angebote

Um diese Ziele umzusetzen ist beispielsweise geplant, ein Unternehmer-Frühstück zu organisieren. Hier können sich dann Arbeitgeber über die Bedarfe von Geflüchteten oder Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz informieren. Daneben sollen regelmäßige Treffen und Vorträge zu inklusiver Bildung informieren. Geplant ist auch der Aufbau einer Freiwilligenbörse.

Während es langsam ans Eingemachte geht, plant das Koordinatoren-Gespann eine Veranstaltung für den 13. November 2018. Hier soll es in lockerer Atmosphäre bei Musik, Poetry Slam und einer Gesprächsrunde um Inklusion gehen. Oliver Hofmann ist schon gespannt: „Wir freuen uns auf die Veranstaltung und sind sehr glücklich, dass nach den langen und zahlreichen Monaten der Theorie nun endlich die Praxis im Mittepunkt steht."