Die Session-Themen

Hier finden Sie alle bisher eingereichten Session-Ideen für das Barcamp am 1.10.22

Von "Wie geht das?" zur diklusiven Didaktik:
Didaktikbutton statt Knöpfchenschule

Einreichung:
Martin Lüneberger, Dortmund

Beschreibung:
"Wie teile ich am iPad das Display, damit ich zwei Apps parallel sehen kann?” ”Wieso funktioniert der Screenreader nicht?” ”Ich kann mein Laptop nicht mit der interaktiven Tafel verbinden!”
Anwendungsbezogene Fragestellungen und Probleme begegnen mir sehr häufig in meiner Tätigkeit als Medienberater bei der Bezirksregierung Arnsberg. Und natürlich sind solche Fragen richtig und wichtig. Der Medienkompetenzrahmen des Landes NRW  etwa weist als erste die Kompetenz “Bedienen und Anwenden” aus. 

Aber vor dem Hintergrund dieser sicher individuellen Erfahrung stellen sich mir (immer wieder) zwei Fragen, die ich in dieser Session gerne mit Ihnen diskutieren möchte: 

  1. Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen sein, damit die Kolleg*innen in der Lage sind, einfachere “technische” Hürden selbst zu meistern - getreu dem klassischen Montessori-Motto “Hilf mir, es selbst zu tun.”
  2. Wie schafft man es, den Fokus weg von technischen Anwendungsfragen hin zu Fragestellungen einer zeitgemäßen Didaktik in einer von Digitalität geprägten Lehr- und Lernkultur zu lenken?
Martin Lüneberger, ein Man mit Glatze, Bart und Brille.

Martin Lüneberger, Lehrer für sonderpädagogische Förderung, Seminarausbilder ZfsL

 

Augmented Reality:
Vom „Wow-Effekt“ zum produktiven Umgang in inklusiven Lernsettings

Einreichung:
Dorothea Wichmann, Bonn

Beschreibung:
Fangen virtueller Fantasiewesen, Beauty-Filter zur Veränderung von Selfie Videos, AR Apps in Schokoladeneiern - Augmented Reality (AR) erfreut sich einer großen Beliebtheit und wird bislang vorwiegend in Spielen eingesetzt. Bislang scheint es zunächst bei einem „Wow-Effekt“ und konsumierenden Umgang zu bleiben.

Wie kann jedoch ein produktiver und kreativer Umgang mit AR aussehen? Welche Anwendungen eignen sich?
An Beispielen, wie Scratch/Face Sensing, H5P/AR Scavenger u.a. möchte ich mit Ihnen mögliche Einsatzmöglichkeiten in inklusiven Lerngruppen diskutieren. Auf Ihre Erfahrungen zum Einsatz von AR freue ich mich!

Dorothea Wichmann, eine frau mit hochgesteckten dunkelblonden Haaren.

Dorothea Wichmann,  Lehrerin für sonderpädagogische Förderung, Inklusionsfachberaterin

 

 

„Everyday“ Technologien für alle:
Potentiale von Smartphones und Tablets für die inklusive Praxis

Einreichung:
Igor Krstoski, Tübingen

Beschreibung:
Mainstreamtechnologien bzw. Everyday-Technologies (Wallcook et al. 2020) in Form von Smartphones und Tablets sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Durch den Einsatz dieser partizipieren wir an gesellschaftlichen Prozessen und üben diverse Aktivitäten aus. Neuere Publikationen im deutschsprachigen Raum zählen Smartphones und Tablets explizit zu Assistiven Technologien im weiten Sinne (vgl. Fisseler 2020; Thiele 2016). Neben Assistiven Technologien im engen Sinne als Medizinprodukte können Smartphones und Tablets Menschen mit Beeinträchtigungen Chancen der Teilhabe und Aktivität erhöhen. Durch rasante Weiterentwicklungen in diesem Bereich sind auch Benutzerschnittstellen von Medizinprodukten (wie bspw. eine Augensteuerung) für das iPad auf dem Markt. Welche Benutzerschnittstellen sind auf dem iPad für verschiedene Nutzende verfügbar? Welche Hard- und Software sind geeignet, um Teilhabe und Aktivität zu ermöglichen? Anhand diverser Beispiele möchte ich die Potenziale dieser technischen Weiterentwicklungen für Smartphones und Tablets diskutieren und Ressourcen aufzeigen, bzw. bündeln.

Ich freue mich auf einen regen Austausch und Vernetzung!
Igor Krstoski. Ein Mann mit kurzen dunklen Haaren und kurzem Bart lächelt in die Kamera.
Igor Krstoski, Sonderschullehrer, Lehrbeauftragter, Referent, Autor

Lernstrategien digital!
Neue Lernräume für alle Schüler*innen

Einreichung: 
Dr. Lea Schulz, Flensburg

Beschreibung:
Schon lange wissen wir: Gute Lernende unterscheiden sich von Schüler*innen mit Lernbarrieren insbesondere durch ihren Zugriff und ihre Verwendung von Lernstrategien. Was bedeuten Lernstrategien in einer Kultur der Digitalität? Welche neuen Lernräume sind entstanden und wie können wir Schüler*innen unterstützen diese zu nutzen? Meine These ist zudem, dass Lernstrategien, dargestellt durch digitale Medien, Schüler*innen in der selbstständigen Verwendung dieser Strategien stärken können. Was meint ihr?

Ich selbst habe mich als Schülerin, als Sonderschullehrerin, als Wissenschaftlerin in meiner Promotion mit dem Lernen auseinandergesetzt, habe als Selbstständige nach dem Studium IT-Firmen pädagogisch beraten, wie Schüler*innen lernen und bin jetzt in der Lehrkräftebildung (erste bis dritte Phase) mit dem Thema Diklusion aktiv. Das Lernen durch Strategien möchte ich noch tiefer mit euch gemeinsam durchdenken! 
Sehr gerne möchte ich mit euch folgenden Fragen nachgehen: 
  1. Welche Lernstrategien verwendet ihr und legt ihr euren Schüler*innen offen?
  2. Welche wiederholen sich häufig? (z.B. Lesestrategien, Handlungsabläufe)
  3. Wie können digitale Medien hierbei unterstützen?
  4. Und ganz praktisch: Wie ist es z.B. möglich eine Sammlung (oder ähnliches) mit Unterstützungshilfen für Lernstrategien zu erstellen?
Dr. Lea Schulz. Eine Frau  mit langen dunklen Haaren und großen Ohrringen.
Dr. Lea Schulz, Sonderschullehrerin und Studienleiterin

Weitere Session-Themen

Weitere eingereichte Session-Themen werden wir nach und nach auf dieser Seite ergänzen.

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