Was bedeutet Inklusion?

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Viele Menschen haben den Begriff Inklusion schon gehört. Viele sprechen darüber und es wird kontrovers diskutiert. Aber was genau steckt dahinter? Was bedeutet Inklusion im Alltag?

Wenn jeder Mensch ganz selbstverständlich und selbstbestimmt dazu gehört, dann ist das Inklusion. Jeder kann mitmachen und hat die gleichen Möglichkeiten, am Leben teilzunehmen wie alle anderen auch. Wer anders aussieht, eine andere Sprache spricht oder eine Behinderung hat, wird nicht ausgeschlossen. Das bedeutet auch, dass Kinder mit und ohne Behinderung von Anfang an miteinander spielen und lernen - im Kindergarten, in der Schule und in ihrer Freizeit. Und dass sie sich auch als Erwachsene im Berufsleben und in ihrem Alltag begegnen. Kurz: Wenn es für alle normal ist, verschieden zu sein - dann ist Inklusion gelungen.

Barrierefreiheit - Ohne geht es nicht

Eine wichtige Voraussetzung für Inklusion ist die Barrierefreiheit. Wenn es zum Beispiel weniger Treppen gibt, können Menschen mit Kinderwagen, ältere Menschen und solche mit Behinderung viel besser dabei sein. Inklusion betrifft alle Lebensbereiche. In einer inklusiven Welt sind die Menschen offen für viele verschiedene Ideen und sie akzeptieren andere so wie sie sind.

Barrieren in den Köpfen abbauen

Damit Inklusion gelingt, ist es auch wichtig, Barrieren in den Köpfen abzubauen. Viele Menschen haben beispielsweise Angst, etwas falsch zu machen, wenn sie einen Menschen mit Behinderung treffen. Oder sie haben ohnehin kaum Kontakt zu Menschen, die anders sind. Wenn aber alle Menschen gleichberechtigt zusammenleben sollen, brauchen wir mehr Kontakt und selbstverständliches Miteinander.

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Wissen

Recht auf Teilhabe

Das Recht auf Teilhabe ist auch rechtlich geregelt. Das Sozialgesetzbuch 9 (Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen) und das Bundesteilhabegesetz (das Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen) regeln, dass Menschen mit Behinderungen die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Wenn zum Beispiel ein gehörloser Student eine Vorlesung besuchen möchte, kann er einen Gebärdensprachdolmetscher bekommen. Ein Mensch mit Sehbehinderung am Arbeitsplatz hat das Recht auf technische Hilfsmittel. Oder wenn ein Mensch mit Behinderung ins Kino oder zum Konzert gehen möchte, kann er oder sie eine persönliche Assistenz in Anspruch nehmen.

Menschen mit Behinderung haben durch die Gesetze das Recht, ihr Leben so zu selbstbestimmt zu gestalten, wie sie es wollen. Sie können im Idealfall entscheiden, woran sie teilhaben möchten und wie sie teilhaben möchten. Die Grundlage dafür ist die UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland im Jahr 2006 ratifiziert hat. Trotzdem gibt es noch viele Hindernisse. Darum müssen alle weiterhin daran arbeiten, damit alle Gesetze, Verträge und Verpflichtungen für Menschen mit Behinderung eingehalten werden.

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Die Fakten im Überblick

Inklusionsquote, Exklusionsquote, Förderanteil: Was genau verbirgt sich dahinter? Und wie sehen die Zahlen in Deutschland aus?

Zu den Fakten
Mehrere Kinder sitzen an Gruppentischen in einem Klassenzimmer. Sie malen und schreiben.

Inklusion in Deutschland

Wie hat sich Inklusion, insbesondere in deutschen Schulen, in den letzten Jahren entwickelt? Wo stehen wir heute?

Zum Überblick
Nahaufnahme von einer Hand, die auf einer Tastatur tippt.

Weitere Informationen

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