Fragen und Antworten

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Welche Rolle spielen eigentlich die Eltern beim Thema Schulbegleitung? Ist es ihre Aufgabe, sie zu organisieren oder wer ist hier zuständig? Und: Wer kann Eltern beraten, wenn es um Fragen zur Schulbegleitung geht?

Antwort von Wolfgang Blaschke:

Für Schülerinnen und Schüler, die zur Erfüllung ihrer Schulpflicht und zur Teilhabe in der Schule eine Integrationshilfe oder Assistenz benötigen, wird diese nach § 35a SGB XII (Jugendamt) bzw. § 75 SGB IX (Sozialamt) individuell bewilligt. Diese ist als Leistung der Eingliederungshilfe streng an die einzelne Person gebunden.

Die Begriffe Schulbegleitung bzw. Schulassistenz werden für den gleichen Sachverhalt verwendet. Hier beantragen die Eltern beim Sozial- oder Jugendamt eine Assistenz (Schulbegleitung). Die Ämter fordern dann die Schule zu einer Stellungnahme auf und entscheiden dann nach Aktenlage. Assistenz wird dann in Absprache mit der Schule von einem Träger erbracht. Es kommt auch vor, dass Eltern die Schulbegleitung über das Persönliche Budget finanzieren.

Lerngruppenassistenz meint dagegen, dass eine Assistenzkraft im Klassenverband für mehrere Kinder zuständig ist (Pool-Lösung). Dies gilt dann in der Regel für die gesamte Schule. Hier müssen zumeist die Schule und die Eltern nachweisen, dass die betroffenen Kinder einen Anspruch auf diese Leistung haben.

Beraten zu Fragen der Schulbegleitung können die Schulen sowie Sozial- und Jugendämter.

mittendrin e. V. berät hierzu die Eltern, manchmal auch die Schulen oder deren Lehrpersonal. Bei Problemen und Unsicherheiten können sich Eltern zudem an die vielen Elternvereine wenden, die sich für inklusive Bildung engagieren. Kontaktdaten für Ansprechpartner in den einzelnen Bundesländern finden Sie mit Hilfe der Deutschlandkarte von mittendrin e.V.