Theater barrierefrei erleben

Kultur gemeinsam erleben, egal ob jung oder alt, mit oder ohne Behinderung – damit das gelingt, müssen Barrieren in Museen, Theatern und anderen Kulturstätten weiter abgebaut werden. Wie das gehen kann, zeigt das Mecklenburgische Staatstheater.
Theaterbühne mit einem Nachthimmel, einem Steinriesen und einem Mann in schwarz, der einen leuchtenden Stern in der Hand hält. Daneben stehen im Scheinwerferlicht zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen.
Vorhang auf für einen Kulturgenuss ohne Einschränkungen: Im Mecklenburgischen Staatstheater ist das jetzt auch für gehörlose Menschen möglich. Mit Unterstützung der Förderaktion #EineBarriereWeniger der Aktion Mensch werden dort im laufenden Spielbetrieb zwei beliebte Stücke in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Das Geschehen auf der Bühne wird so für Menschen mit und ohne Behinderung endlich gleichermaßen erlebbar.

Gute Planung ist Voraussetzung

Ein Theaterstück barrierefrei zu gestalten, setzt eine gute Planung voraus. „Um eine ganze Aufführung lebendig in Gebärdensprache übersetzen zu können, studieren die Gebärdensprachdolmetscherinnen den Text bereits weit im Voraus ein. Dabei entstehen natürlich größere Kosten. Genau dafür brauchen wir Förderangebote wie #1BarriereWeniger,“ sagt Ronja Kindler vom Mecklenburgischen Staatstheater. Bei der Antragstellung wurde sie unterstützt durch das Haus der Begegnung Schwerin e. V. Seit vielen Jahren schon setzt sich das Mecklenburgische Staatstheater dafür ein, Barrieren abzubauen und möglichst viele Aufführungen für alle Menschen erlebbar zu machen.

Im Anschluss an die Vorführung können die Zuschauer*innen in einem Nachgespräch auch Fragen an die Gebärdensprachdolmetscherinnen stellen. So konnten  Menschen mit und ohne Behinderung zum Beispiel gemeinsam das beliebte Familienstück „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende erleben und viel Spannendes über die Arbeit der Dolmetscherinnen erfahren.

Barrieren abbauen  das kannst du tun

Eine bunte Legorampe liegt vor einer Stufe. Im Anschnitt ist ein Rollstuhl- oder Kinderwagen-Reifen zu sehen, der gerade über die Rampe rollt.

Förderangebot #1BarriereWeniger

Wenn es um Teilhabe im Alltag geht, ist jede Barriere eine zu viel. Mit unserer Förderaktion #1BarriereWeniger wollen wir jetzt auch den öffentlichen Raum barrierefreier machen: Wir fördern Ideen, die von unseren gemeinnützigen Projekt-Partnern in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Privatwirtschaft oder öffentlich-rechtlichen Institutionen umgesetzt werden.
Eine Frau präsentiert die Eiskarte in Leichter Sprache.

Eiskarte in Leichter Sprache

Bunte Eiskreationen und eine fröhliche Atmosphäre locken zahlreiche Gäste in das Eiscafé Dolomiti in Helmstedt - darunter auch zahlreiche Menschen mit Lernschwierigkeiten. Um ihnen die Auswahl zu erleichtern, hat das Eiscafé in Zusammenarbeit mit der örtlichen Lebenshilfe eine Eiskarte in Leichter Sprache entwickelt. So freuen sich noch mehr Kund*innen über die leckere Vielfalt.
Ein Mann in einem elektrischen Rollstuhl fährt über den neuen Weg zum Tierheim. Er führt einen Golden Retriever an der Leine.

Helfen ohne Hürden

Eigentlich sind helfende Hände im Tierheim Schwendt immer willkommen. Engagierten Unterstützer*innen mit einer Gehbehinderung war der Zuweg zum Tierheim wegen Umbau-Arbeiten allerdings lange verwehrt. Dank #1BarriereWeniger entstand innerhalb kürzester Zeit ein neuer Weg für Tierliebhaber*innen mit und ohne Behinderung.