Gesicht zeigen

Erst war es nur ein Praktikum neben ihrem Studium. Seit zwei Jahren absolviert Rilana Tump, 26, nun ein berufsintegriertes Masterstudium bei der Aktion Mensch. Von Anfang an arbeitet sie in der Förderabteilung, genauer gesagt, in der Mikroförderung. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Bearbeitung von Projekt-Anträgen rund um den 5. Mai. Die Antragsteller können mit Hilfe der Förderung zum Beispiel eigene Veranstaltungen organisieren oder Infostände in den Städten aufbauen. Für ihr Studium zog sie aus ihrer ursprünglichen Heimat, dem Sauerland, nach Bonn, wo sie heute wohnt.

Eine Frau am Schreibtisch.

Rilana Tump bearbeitet für die Aktion Mensch auch Projekt-Anträge rund um den 5. Mai.

Nachteule oder Frühaufsteherin?

Weder noch. Unter der Woche stehe ich eher früh auf, und am Wochenende kann es dann auch mal später werden.

Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?

Aktuell und aufgrund meiner Masterarbeit liegt dort nur Fachliteratur über Projektmanagement und agile Methoden. Sonst lese ich aber gerne Bücher, die besonders spannend sind. Zuletzt „Das Paket“ von Sebastian Fitzek.

Ihr letzter wunderbarer Augenblick?

Da fällt mir mein Urlaub in Brasilien Ende letzten Jahres ein. Genauer gesagt die zwei Tage an den Iguazu-Wasserfällen. Die Natur und die beeindruckenden Wassermassen waren ein überwältigendes Erlebnis.

Warum brauchen wir einen Protesttag für Menschen mit Behinderung?

Er bietet eine Plattform und sorgt dafür, dass das Thema an die Öffentlichkeit gelangt. Damit erreichen wir Menschen, die zu diesem Thema sonst keinen oder nur wenig Zugang haben. Wie und dass das funktioniert, habe ich selbst erleben können, als ich während meines Praktikums mit meinem Team am 5. Mai auf dem Bonner Münsterplatz war. Dort gab es Infostände von verschiedenen Akteuren. Auf dem Platz waren viele Menschen unterwegs, manche mit, manche ohne Behinderung. Sie kamen ins Gespräch, viele haben sich länger ausgetauscht. Das hat mir gezeigt, wie wichtig dieser Tag ist: Wenn es ihn nicht gäbe, würden solche Begegnungen nicht stattfinden.

Wenn die Aktion Mensch ein Obst oder Gemüse wäre, welches und warum?

Für mich ist die Aktion Mensch eine große Traube. Viele Früchte sind zusammengewachsen und gereift. Sie bilden ein Ganzes, wobei jede Traube für sich in Form, Farbe und Geschmack erhalten bleibt.

Beschreiben Sie Ihr ganz persönliches Schlüsselerlebnis in Sachen Inklusion…

Mit Freunden und Bekannten habe ich vor gut einem Jahr den Verein „Radeln ohne Alter Bonn“ gegründet. Unser Ziel ist es, Menschen die in Ihrer Bewegung eingeschränkt sind, Zeit und Freude zu schenken, indem wir ehrenamtliche Rikschafahrten unternehmen. Dadurch ist mir klar geworden, wie einfach Inklusion sein kann. Manchmal braucht man nur ein bisschen Mut und Zeit, um Menschen etwas Glück zu schenken.

Welche Barrieren ärgern Sie besonders?

Ich bin der Meinung, dass sich erst die Haltung der Menschen ändern und die Barrieren in den Köpfen verschwinden müssen. Das ist für mich der erste und wichtigste Schritt, um Inklusion Wirklichkeit werden zu lassen.

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