Gesicht zeigen

Rebekka Rittmann, 41, arbeitet seit 14 Jahren bei der Aktion Mensch. Seit drei Jahren begleitet die studierte Germanistin in der Förderabteilung Anträge zur Bewilligung und danach bis zum Abschluss des Projekts. Sie sagt: „An meinem Beruf schätze ich besonders, dass ich Projektpartner dabei unterstützen kann, ihre Anträge für das Kuratorium fit zu machen. Die gute Idee soll auf dem Papier lebendig werden.“ Rebekka Rittmann wohnt 25 Minuten zu Fuß von der Aktion Mensch entfernt in Bonn. In ihrer Freizeit singt sie in drei Chören.

Eine Frau am Schreibtisch.

Rebekka Rittmann begleitet für die Aktion Mensch Projektpartner von der Idee bis zur Bewilligung der Förderung.

Nachteule oder Frühaufsteherin?

Nachteule, ganz klar. Das liegt in der Familie.

Buch oder TV on Demand – was lesen oder schauen Sie gerade?

Dem Fernseher bin ich verloren gegangen, dafür lese ich viel. Gerade im Moment in Papierform: Gerald Durrel, „A Zoo In My Luggage“ und digital: Musils „Mann ohne Eigenschaften“.

Ihr letzter wunderbarer Augenblick?

Ich versuche, möglichst viele wunderbare Augenblicke zu entdecken und zu schaffen.  Als mich mein dreijähriger Neffe kürzlich per Videotelefon zum Spielen aufforderte, war das besonders schön.

Welche Eindrücke haben Sie von Ihrem letzten Besuch eines Förderprojekts mitgenommen?

Das große Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spürt man bei jedem Besuch, das trägt auch in hohem Maße zu meiner eigenen Motivation bei. Beim letzten Besuch hat mich darüber hinaus die Innovationsfähigkeit unseres Projektpartners überrascht. Dort wurde zu einem Ziel, das schwer zu erreichen ist, ein anderer Weg gefunden – und es funktioniert. Ich bin immer noch begeistert.

Mit Blick auf den 1.1.2019: Wo sehen Sie die Vorteile der neuen Fördersystematik?

Wir haben den Einstieg in die Förderung sozusagen vom Kopf auf die Beine gestellt: Wir fragen danach, in welchem Feld der Projektpartner tätig werden möchte und stellen nicht mehr unsere Förderinstrumente in den Vordergrund. Das wird den Einstieg einfacher machen. Und wir fordern in einigen Bereichen deutlich weniger Eigenmittel und haben gleichzeitig den Zuschuss erhöht. Das wird die Förderung noch attraktiver machen als bisher.

Ihr persönlicher Tipp für neue Projektpartner?

Fragen Sie Ihrem Ansprechpartner Löcher in den Bauch, ob beim Verband oder bei der Aktion Mensch direkt. Wir sind dafür da, Sie zu unterstützen, beantworten gerne 1.000 Fragen und geben Ihnen Tipps. Also scheuen Sie sich nicht, und nehmen Sie Kontakt auf. Ein Rat, den ich neuen Projektpartnern häufig gebe, lautet: Arbeiten Sie heraus, was Ihr Projekt Ihrer Zielgruppe bringt. Und denken Sie daran, dass ein Kuratorium, das die Gegebenheiten bei Ihnen vor Ort nicht kennt, diesen Antrag liest und entscheiden muss.

Teilen Sie ihren persönlichen Wunsch für 2019 mit uns?

Ich möchte mein Solo-Gesangsrepertoire erweitern – bisher habe ich fast ausschließlich Klassik gesungen, jetzt möchte ich mir zusätzlich Jazzstandards erarbeiten. „Stormy weather“ steht ganz oben auf meiner Liste. Und „Body and Soul“, „My funny Valentine“ – das American Songbook rauf und runter. Jeden Monat ein anderer neuer Song.

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