Warum soziales Engagement so wichtig ist

Es gibt viele Gründe dafür, sich freiwillig zu engagieren: Es ist eine sinnstiftende Tätigkeit, man kann etwas bewegen, gesellschaftliche Veränderungen anstoßen, andere Menschen unterstützen und Chancen weitergeben.

Eine ältere Frau mit grauen Haaren und ein kleiner Junge mit Down-Syndrom gucken fröhlich in die Kamera. Der Junge trägt einen gelben Pullover, die Frau ein lila Oberteil.

Nach Angaben der Bundesregierung (4. Freiwilligensurvey des Bundesfamilienministeriums, 2016) engagieren sich in Deutschland mehr als 30 Millionen Menschen freiwillig und ohne Bezahlung. Sie sorgen dafür, dass in unserem alltäglichen Leben ein breites Spektrum an Kultur-, Freizeit- und Unterstützungsangeboten gesichert ist.

Gleichzeitig trägt freiwilliges Engagement maßgeblich dazu bei, dass wichtige gesellschaftliche Veränderungen angestoßen werden – um beispielsweise die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen oder den Klimaschutz voranzubringen. Damit wird freiwilliges Engagement zu einem unverzichtbaren Bestandteil unserer Gesellschaft.

Eine solidarische Gesellschaft braucht freiwilliges Engagement 

Für die Aktion Mensch ist das Thema Engagement schon lange ein wichtiger Schwerpunkt, weil es eine unabdingbare Voraussetzung für die Umsetzung von Inklusion ist. Die Sozialorganisation sieht sich dabei als Initiatorin, die wirksame Hilfe und breites Engagement vieler Menschen möglich macht – häufig in Kooperation mit Projektpartnern.

Inklusion und Engagement sind Themen mit hoher Schnittmenge: Engagierte Menschen tragen maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung von Inklusion in der Gesellschaft bei – sie bringen zum Beispiel das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in allen Lebensbereichen voran.

Die Aktion Mensch möchte daher Menschen mit und ohne Behinderung ermutigen, sich für andere einzusetzen – denn: Eine solidarische Gesellschaft braucht das Engagement von allen. Während der Corona-Pandemie hat sich noch einmal verstärkt gezeigt, wie elementar nachbarschaftliches und freiwilliges Engagement ist. Dieses besondere Gefühl der Solidarität gilt es zu erhalten und auszubauen.

Jede*r kann etwas beitragen

Dabei ist Engagement sehr vielfältig und es ist für jede*n etwas dabei – egal, ob wenig oder viel Zeit zur Verfügung steht, ob man vor Ort sein kann oder sich eher über digitale Kanäle einsetzen möchte. Damit sich auch Menschen mit Behinderung engagieren können, sollten die Einsatzorte möglichst barrierearm gestaltet sein.

Freiwillige unterstützen Projekte, Initiativen und Vereine in vielen unterschiedlichen Bereichen, die für unser Zusammenleben wichtig sind. „Indem wir uns freiwillig betätigen, haben wir die Möglichkeit, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten,“ sagt Christina Marx, Bereichsleiterin der Aufklärung bei der Aktion Mensch. „Bürgerschaftliches Engagement macht es in vielen Fällen erst möglich, dass Angebote auf die Beine gestellt werden können und soziale Einrichtungen funktionieren. Das gilt auch für Projekte, die Menschen mit Behinderung, Kinder und Jugendliche oder Menschen in schwierigen sozialen Situationen unterstützen.“

Freiwilligen-Plattform mit einer Vielzahl an Möglichkeiten

Die Angebote, bei denen der Einsatz von freiwilligen Helfer*innen benötigt wird, sind vielfältig. Die Freiwilligen-Plattform der Aktion Mensch bietet Engagierten eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich einzubringen. Eine wichtige Botschaft ist: Jede*r hat Talente und kann durch seine*ihre Tätigkeit zu einem besseren Zusammenleben beitragen.

Ohne bürgerschaftliches Engagement wäre unsere Gesellschaft nicht die gleiche: Ob bei Initiativen wie der Tafel oder der Arche, Organisationen wie der freiwilligen Feuerwehr oder im Vereinsleben, in der Nachbarschaftshilfe oder einem inklusiven Projekt, in vielen Bereichen ist freiwilliges Engagement das Herzstück aller Arbeit. Es bildet damit die Basis für eine funktionsfähige und starke Zivilgesellschaft.

„Wir wären so viel ärmer, wenn es dieses vielfältige Engagement nicht gäbe. Viele Bereiche unseres Lebens, wie wir es kennen, würden ohne Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement nicht existieren“, findet auch Jan Holze, Gründungsvorstand der Bundesstiftung für Ehrenamt- und Engagement. Er appelliert: „Deshalb sollten wir den Engagierten auch immer wieder den Dank und die Anerkennung entgegenbringen, die sie verdienen. Schließlich engagieren sie sich nicht nur unentgeltlich und freiwillig, sondern opfern für uns das Kostbarste, was sie haben: ihre Zeit!“ 

Icon: eine Seite auf der PDF steht.

Umfrage zum Thema soziales Engagement in Deutschland

In einer repräsentativen Umfrage zu sozialem Engagement in Deutschland hat die Aktion Mensch unter anderem die Fragen gestellt, wie viele Menschen sich in Deutschland engagieren, in welchen Bereichen soziales Engagement am häufigsten vorkommt und welchen Einfluss die Corona-Pandemie auf die Engagement-Bereitschaft in der Gesellschaft hatte.

Hier findest du das Faktenblatt zu den Umfrageergebnissen als PDF-Datei zum Herunterladen