Uwe Danker, 46 Jahre alt. Beruf: Referent bei der Deutschen Jugendfeuerwehr

Uwe Danker hat einen Sohn. Der heißt Bela. Bela ist 15 Jahre alt. Er geht zur Oberschule. Er wurde mit einer schweren Behinderung geboren. Bela sitzt im Rollstuhl. Er braucht besondere Pflege. Uwe Danker setzt sich für die Inklusion von Menschen mit Behinderung ein. Inklusion bedeutet: Jeder Mensch soll überall dabei sein und mitmachen können. Egal ob man eine Behinderung hat oder nicht.

Text: Beate Schwarz Übersetzung: Steffi Wulff
Foto: Roman Pawlowski

Uwe Danker

Uwe Danker erzählt: „Jedes Kind ist anders als die Eltern es erwartet haben. Vor allem, wenn das Kind eine Behinderung hat. Bevor Bela geboren wurde, sind wir gerne gewandert. Mit Bela ist das zu anstrengend. Aber ich habe neue schöne Sachen entdeckt. Ich spiele zum Beispiel mit meinem Sohn zusammen Rollstuhl-Basketball.

Als Bela noch kleiner war, war es manchmal anstrengend. Denn Lehrer und Erzieher haben uns als Eltern nicht immer ernst genommen. Wir kannten unseren Sohn am besten. Trotzdem haben Lehrer und Erzieher uns nicht zugehört. Manchmal machten sie auch Fehler. Und sie versuchten dann, die Fehler zu vertuschen. Lehrer und Schulhelfer haben es auch nicht immer leicht. Aber wenn es Probleme gibt, will ich mithelfen. Deshalb sind ehrliche Gespräche wichtig. Das hat  manchmal gut geklappt. Manchmal klappte es auch nicht.

Wir haben Bela bewusst an einer Inklusions-Schule angemeldet. An der Schule lernen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam. Trotzdem war hier auch nicht alles gut. Es ist wichtig, dass Lehrer und Eltern mitmachen. Inzwischen gehen immer mehr Kinder mit Behinderung zur Regelschule. Das finde ich gut. Aber es gibt noch viel zu tun, um echte Inklusion zu erreichen.

Wir haben uns mit anderen Eltern für Inklusion eingesetzt. Wir haben zum Beispiel einen Flashmob organisiert. Das ist eine spontane Demonstration. So haben wir uns dafür eingesetzt, dass es genug Geld für Helferstunden gibt. Damit mehr ausgebildete Helfer Kinder mit Behinderung im Unterricht unterstützen können.

Inklusion bedeutet: Die Gesellschaft muss sich ändern. Sie muss Menschen mit Behinderung von Anfang an mit einplanen. Zum Beispiel, indem man barrierefreie Gebäude plant. Ich ärgere mich oft darüber, dass Menschen nicht nachdenken. Bela geht ja schon in die neunte Klasse. Trotzdem denken Lehrer nicht nach, wenn ein Schulausflug gemacht wird. Sie fahren zum Beispiel zu einer Bowlingbahn, die nicht barrierefrei ist. Dann kann Bela mit seinem Rollstuhl da nicht hinein. Oder er kann dort nicht zur Toilette gehen. Das ärgert mich.

In der Freizeit kann man viel erreichen für mehr Inklusion. Dort entstehen echte Freundschaften. In der Freizeit setzten sich viele Menschen freiwillig ein. Und sie überwinden gemeinsam Schwierigkeiten.

Ich arbeite bei der Deutschen Jugendfeuerwehr. Ich setzte mich dort für Bildung ein. Bei der Jugendfeuerwehr gibt es viele gute Beispiele für Inklusion. Bei der Jugendfeuerwehr ist es wichtig, in der Gruppe gut zusammen zu arbeiten. In inklusiven Gruppen lernt man gut, gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. Man merkt in inklusiven Gruppen: Gemeinsam ist man stark. Deshalb ist Inklusion so wichtig für unsere Gesellschaft.“

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