Oyindamola Alashe, 40 Jahre alt. Beruf: Journalistin

Oyindamola Alashe ist alleinerziehende Mutter. Sie wohnt mit ihrem sechsjährigen Sohn in Köln. Oyindamola Alashe arbeitet als freiberufliche Journalistin. Sie ist nicht fest angestellt bei einem Arbeitgeber. Sie arbeitet für verschiedene Auftraggeber. Sie schreibt für sie zum Beispiel Artikel. Deshalb hat Oyindamola Alashe keine festen Arbeitszeiten. Das ist für die alleinerziehende Mutter praktisch. Aber sie hat auch kein festes Gehalt.

Text und Übersetzung: Stefanie Wulff
Foto: Jann Höfer

Oyindamola Alashe

Oyindamola Alashe erzählt: „So sieht ein typischer Tag für mich aus: Ich bringe mein Kind zur Kita. Dann gehe ich mit meinem Hund spazieren. Dann arbeite ich. Dann hole ich mein Kind wieder ab. Dann gehen wir einkaufen. Oder wir besuchen meine Mutter. Sie lebt in einem Pflegeheim. Dann übe ich mit meinem Sohn Fahrrad fahren oder Schwimmen. Dann putze ich. Nach dem Abendessen muss ich noch mal am Computer arbeiten. Und danach gehe ich noch mal mit meinem Hund spazieren.

Ich habe sehr viel zu tun. Manchmal weiß ich nicht, wie ich das schaffe. Besonders wichtig ist, dass ich alles gut plane. Wenn alles gut klappt, habe ich mehr Zeit. Dann kann ich auch mal schöne Sachen machen. Zum Beispiel, Zeit mit meinem Sohn verbringen. Allerdings kann man nicht alles planen. Es passieren auch manchmal blöde Sachen. Zum Beispiel: Meine Mutter wird krank. Oder das Auto geht kaputt. Oder ich verliere einen Auftraggeber. Dann verdiene ich weniger Geld.

Wenn es schwierig wird, versuche ich ruhig zu bleiben. Es hilft dann, auch mal über alles zu lachen. Und trotzdem die gute Laune zu behalten.

Früher hat meine Mutter mir sehr geholfen. Sie hat auf meinen Sohn aufgepasst, als er noch klein war. Trotzdem brauche ich noch mehr Unterstützung. Ich bin froh, dass mein Sohn in eine gute Kita geht. Da ist er gut aufgehoben. Aber auch Freunde und Verwandte sind wichtig. Sie geben uns Geborgenheit. Zum Glück haben wir viele Menschen, die uns lieben. Das ist das Wichtigste für ein Kind. Und auch für mich als alleinerziehende Mutter.

Meine Mutter ist Deutsche. Mein Vater kommt aus Nigeria. Ich wurde in den USA geboren. Für mich ist es nicht wichtig, wo jemand herkommt. Aber meine Herkunft hat mich geprägt. Viele Menschen denken, dass ich nicht deutsch bin. Das liegt an meiner Hautfarbe. Deshalb fühle ich mich oft ausgegrenzt. Ich mag es nicht, wenn Menschen ausgegrenzt werden. Deshalb beschäftige ich mich oft mit dem Thema Vielfalt.

Zum Glück ist schon einiges besser geworden in Deutschland. Mein Sohn wird wegen seiner Hautfarbe nicht mehr wie ein Außerirdischer behandelt. In seiner Kita sind viele Kinder mit unterschiedlicher Herkunft. Und das ist ganz selbstverständlich geworden.

Mein Sohn kommt bald in die Schule. Ich habe die Schule sorgfältig ausgesucht. Ich finde es gut, wenn ganz unterschiedliche Kinder zusammen lernen. Viele Eltern lehnen Inklusion ab. Inklusion bedeutet: Jeder Mensch soll überall dabei sein und mitmachen können. Egal ob man eine Behinderung hat oder nicht. Egal woher die Eltern kommen. Ich denke. Inklusion ist nicht nur für Menschen mit Behinderung gut. Jeder Mensch ist anders. Niemand sollte ausgegrenzt werden. Jeder soll so sein können, wie er ist.“

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