Zusammen mit der Aktion Mensch hat der Carlsen-Verlag eine neue Geschichte über die "Die Bunte Bande" in einem Buch veröffentlicht. Vorher gab es schon vier Geschichten über die Bunte Bande. Sie waren in Leichter Sprache geschrieben. Die neue Geschichte gibt es in drei verschiedenen Sprachen: in Leichter Sprache, in Alltags-Sprache und für blinde Kinder in Braille-Schrift (siehe Kasten). Alle drei Sprachen sind in einem Buch. So können alle Kinder die Geschichte zusammen lesen.

Text: Eva Keller
Übersetzung: Astrid Eichstedt
Zeichungen: Ulrich Velte, Igor Dolinger

Buchcover "Die Bunte Bande. Das gestohlene Fahrrad". Darauf zu sehen sind sechs Kinder, ein Junge sitzt im Rollstuhl, ein anderer hat ein Fahrrad. Ein Mädchen steht ganz vorne und schaut in einen Handspiegel.

Die ersten vier Geschichten über die Bunte Bande erzählen von den Abenteuern, die fünf Kinder mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen zusammen erleben. Sie sind befreundet und nennen sich die Bunte Bande. Die fünfte Geschichte heißt "Das gestohlene Fahrrad". Es war auch ein Abenteuer, diese Geschichte zu veröffentlichen. Das sagen die Menschen, die dabei mitgemacht haben. Denn diesmal haben sie ein inklusives Buch herausgebracht. Es ist in Alltagssprache, in Leichter Sprache und für blinde Leser in Braille-Schrift* geschrieben. Alle drei Sprachen in einem Buch. So etwas hat es vorher noch nicht gegeben. "Wir wollten, dass alle Kinder die neue Geschichte lesen können. Am besten gemeinsam." Das erzählt Mirjam Daniels von der Aktion Mensch. So ein inklusives Buch zu machen ist nicht einfach. Von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung hat es zwei Jahre gedauert. Viele Menschen mit und ohne Behinderung haben daran mitgearbeitet.

Es hat sich gelohnt. Im März haben die Aktion Mensch und der Carlsen Verlag das Buch auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt. Im Buch gibt es immer abwechselnd eine Doppel-Seite in Leichter Sprache, danach eine Doppel-Seite in Alltags-Sprache. Und danach gibt es eine Doppel-Seite in Braille-Schrift. Die Seiten in Leichter Sprache sind etwas größer und hellblau. Außerdem ist ein Symbol für die Leichte Sprache angebracht. So können die Kinder die Seiten schnell finden. 

„Gemeinsam sind wir stark“ sagen die Mitglieder der Bunten Bande. Von ihnen können die jungen Leser lernen, was Inklusion bedeutet. Zum Beispiel, dass es normal ist, verschieden zu sein. Dass Menschen Gemeinsamkeiten haben, auch wenn sie verschieden sind. Dass man versuchen soll, andere Menschen zu verstehen. Dass man auf andere Menschen zugehen soll. Die ersten vier Bände über die Bunte Bande gibt es in vier verschiedenen Ausgaben. Es gibt sie in schwerer Sprache und in Leichter Sprache. Außerdem als barrierefreie Ausgabe im Internet und als Hörbuch. Der neue Band vereint drei Sprachen in einem Buch. Junge Leser erleben so, dass Kinder verschieden sind. Außerdem können alle Kinder das Buch gemeinsam lesen.

Gemeinsam sind wir stark. Das haben auch die Macher des Buchs gemerkt. Jeder konnte mit seinen besonderen Fähigkeiten etwas zum Buch beitragen. Hier erzählen einige von ihnen, wie sie das gemacht haben.

Mehr Infos zur Bunten Bande und Bestell-Möglichkeiten

* Was ist Braille-Schrift?
Braille (gesprochen: Braij) ist eine Schrift, die aus kleinen Punkten besteht. Diese Punkte kann man mit den Fingern ertasten. Die Schrift heißt Braille nach ihrem französischen Erfinder Louis Braille.

Gregor Strutz, der Gestalter:
Wir von der Firma Inkl.Design haben erstmal überlegt, wie ein inklusives Buch aussehen muss. Dann haben wir ausprobiert, wie wir das Buch am besten gestalten. Ein Text in Braille-Schrift ist  ziemlich lang. Darum haben wir zuerst ausprobiert, wieviel Braille-Text auf zwei Seiten passt ...
Was der Gestalter sagt

Andrea Tischner, die Übersetzerin:
Manche Kinder brauchen Geschichten in leicht verständlicher Sprache. Weil sie die Zusammenhänge sonst nicht verstehen. Oder weil sie nicht gut lesen können. In unserem Büro für Leichte Sprache übersetzen wir Texte von Alltagssprache in Leichte Sprache ...
Was die Übersetzerin sagt

Christiane Bartelsen, die Verlagsfrau:
Beim Carlsen Verlag sind wir immer offen für neue Ideen. Wir hatten zum Beispiel deutsch-türkische Kinderbücher in unserem Programm. Außerdem haben wir Pixi-Bücher für Flüchtlinge in verschiedenen Sprachen. Inklusion ist für uns auch eine wichtige Sache ...
Was die Verlagsfrau sagt

Martin Schlüpen, der Drucker:
Für uns als Druckerei war das inklusive Kinderbuch eine echte Herausforderung. Aber wir waren von der Idee begeistert. Deshalb sind wir mit großer Freude an die Arbeit gegangen ...
Was der Drucker sagt

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