Schwarzer Gürtel für Inklusion

Der Budo Club Ken Shiki in Berlin-Reinickendorf gilt als Musterbeispiel für Inklusion. Seit 2009 werden dort Jugendliche mit und ohne Behinderung in Kampfsporttechniken unterrichtet.

Sport ist ein gutes Mittel, um Menschen mit und ohne Behinderung zusammen zu bringen. Im Sport sind immer Emotionen im Spiel, ist immer Begegnung mit dabei. Und trotzdem sind nur acht bis zwölf Prozent der Menschen mit Behinderung in deutschen Sportvereinen organisiert. Eine Möglichkeit, mit Behinderung aktiv zu werden, bietet der Verein Budo Club Ken Shiki in Berlin. Hier wird Inklusion tatsächlich gelebt. Mädchen und Jungen mit und ohne Behinderung trainieren dort gemeinsam. 70 zahlende Mitglieder zählt der Verein, rund zwei Drittel von ihnen haben eine – meist geistige – Behinderung. Sie als Judoka fit zu machen, das hat sich Vereinsgründer und Judo-Meister Hamdy Mohamed zur Lebensaufgabe gemacht. Einige von ihnen bereitet er aktuell auf den schwarzen Gürtel vor. Den Inklusionsgedanken setzt er dabei hoch an: „Mir geht es nicht nur darum, Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam zu trainieren. Mein Ziel ist, dass Menschen mit Behinderung dieselben Aufgaben meistern wie Menschen ohne Behinderung." Fünf Landesmeisterschaften hat der Verein seit seiner Gründung ausgerichtet, und dabei viele Medaillen gewonnen. Was den Erfolg ausmacht? Die gegenseitige Toleranz, der innere Zusammenhalt - und das Gefühl „ich kann was bewegen".

Die Aktion Mensch fördert den Verein Budo Club Ken Shiki mit rund 5.000 Euro.

Zum Projekt:

Mehr über das inklusive Sportprojekt "Wir machen Judo - ein Sportprojekt für Menschen mit Behinderung" in Berlin erfahren.

Junge mit Down-Syndrom im Judo-Zweikampft mit einem anderen Jungen
Mädchen und Jungen beim Judo-Zweikampf auf der Matte

Weitere Informationen:

Aktion Mensch

Heinemannstr. 36
53175 Bonn
 
E-Mail: foerderung@aktion-mensch.de
Tel: 0228/2092 - 5272