Vorbild: Bewohnerin eines Pflegeheims

Porträt eines jungen Mädchens mit Bleistift

Sara ist 19 Jahre alt. Sie wohnt in der Gemeinde Hombrechtikon. Das liegt in der Schweiz.
Ihr Vorbild: Frau P., Bewohnerin eines Pflegeheims.

Frau P. war schon 93 Jahre alt, als ich sie kennenlernte. Sie war körperlich schon sehr schwach. Aber sie hatte einen unglaublich starken Willen. Ich pflegte sie. Sie war eine starke und selbstständige Frau. Und sie war stur. Das war manchmal schwierig. Sie fiel zum Beispiel oft hin. Denn sie wollte unbedingt ohne Hilfe auskommen. Aber sie konnte nicht mehr richtig gehen. Deshalb hatte sie viele blaue Flecken. Ich fragte sie: Tut das nicht weh? Sie lächelte und sagte: Das ist es wert. Ich will Dinge allein machen können.

Ich musste immer lächeln, wenn ich zu ihr ging. Auch wenn ich von ihr weg ging, lächelte ich oft. Sie bedankte sich sehr oft. Sie beobachtete vieles genau. Sie war sehr aufmerksam. Einmal erzählte ich ihr, dass ich Elefanten liebe. Danach nannte sie mich gerne „Elefantenkind“. Sie war witzig. Sogar als sie starb, hat sie mich zum Lachen gebracht.

Durch Frau P. bekam ich viele neue Ideen. Wir philosophierten über das Leben. Wir sprachen über den Krieg und den Tod. Und wir sprachen über schöne Dinge im Leben. Sie war sehr schlau. Wir haben zusammen Spaziergänge gemacht. Da kannte sie alle Blumen und Sträucher. Sie kannte sich mit Politik aus. Sie war 93 Jahre alt. Trotzdem wusste sie genau, was auf der Welt passiert. Sie hat sich sehr über Donald Trump aufgeregt.

Ich weiß, dass sie viele schlimme Dinge erlebt hat. Im Zweiten Weltkrieg war sie Krankenschwester. Im Zweiten Weltkrieg hat sie auch ihren Liebsten verloren. Trotzdem war sie nicht verbittert. Sie hat sich ihren Humor bewahrt. Und sie hat immer einen Weg gefunden.

Für mich ist sie eine besondere Frau. Eine liebenswerte, alte Dame. Sie konnte ganz klar sagen, wie sie sich fühlte. Ich habe etwas von ihr gelernt: Ich habe gelernt zu sagen, was ich fühle. Ich habe gelernt, dass ich nicht jede belanglose Unterhaltung mitmachen muss. Ich habe gelernt, auf die Dinge in meiner Umgebung zu achten.

Zwei Tage vor ihrem Tod hat sie mir etwas geschenkt. Es ist der beste Bleistift, den ich je hatte. Er ist blau. Auf dem hinteren Teil steht: Die Waffe der Frau.


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