Gemeinsam tanzen

Tina Voss liebt Bewegung und Rhythmus. Ihre Begeisterung für das Tanzen gibt sie als Kursleiterin weiter.

Eine Frau mit Downsyndrom tanzt mit einer anderen Frau

Tina Voss

Text und Übersetzung: Stefanie Wulff

Tina Voss lebt mit dem Down-Syndrom. Sie arbeitet im Büro-Service des Luisenhofs. Das ist eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Schwarzenbeck bei Hamburg. Nebenbei leitet sie Tanz-Gruppen und Zumba-Gruppen. Das macht sie meistens zusammen mit einer Trainerin ohne Behinderung. Aber manchmal macht sie das auch allein.

Tina Voss hat selbst schon viele Tanz-Kurse als Teilnehmerin besucht. Außerdem hat sie eine Fortbildung zur „Übungsleiter-Assistentin“ gemacht. Das sind Fortbildungen für Menschen mit geistiger Behinderung. Die Evangelische Stiftung Alsterdorf bietet sie in Hamburg an. Das Projekt heißt BLICKWINKEL. An zwei Wochenenden lernen die Teilnehmer, wie man Sportkurse leitet. Eigene  Sportkurse leiten sie anschließend gemeinsam mit einem Trainer ohne Behinderung. Das Ziel: Mehr Menschen mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam Sport treiben können.

Tina Voss leitet gemeinsam mit einer Trainerin ohne Behinderung den Kurs „Dance now“ im Luisenhof. Manchmal schaut sie sich Ideen für Tänze ab bei ihrer Lieblingssendung „Let´s dance“. „Aber ich mach das dann auf meine Art“, sagt sie.

Keine Vorbehalte mehr

Tina Voss leitet noch ein weiteres Kurs-Angebot zusammen mit der Trainerin ohne Behinderung. Das ist ein Kurs für Menschen mit und ohne Behinderung in einer Praxis für Ergotherapie. Manchmal haben Kursteilnehmer Vorbehalte. Sie zweifeln daran, dass Tina Voss Kurs leiten kann. Aber diese Vorbehalte verschwinden schnell, sobald Tina Voss mit dem Kurs anfängt.

Manchmal tritt Tina Voss auch auf. Oder sie ist mit dabei bei öffentlichen Aktionen zum Mitmachen. Ihre besondere Art begeistert die Menschen immer schnell. Auch schüchterne Menschen tanzen oft mit, wenn Tina Voss auf der Bühne steht.

In den letzten Jahren haben ungefähr 90 Menschen mit Behinderung eine Fortbildung zum „Übungsleiter-Assistenten“ gemacht. Viele Menschen finden das Projekt gut.

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