Sophie kämpft gegen Vorurteile

Sophie Steiert engagiert sich seit einem Jahr bei LIKRAT – Jugend & Dialog. Das ist ein Jugend-Programm vom Zentralrat der Juden. Das Ziel von LIKRAT ist, Vorurteile gegenüber jüdischen Menschen abzubauen.

Junges Mädchen mit langem braunen Haar im roten Pulli © Gina Bolle

Sophie Steiert ist 16 Jahre alt. Sie wohnt mit ihren Eltern und ihrem Bruder in Berlin. Dort besucht sie das Jüdische Gymnasium Moses-Mendelssohn.

Sophie erzählt: Seit dem letzten Jahr arbeite ich ehrenamtlich. Zuerst als Schul-Sanitäterin. Danach auch als Schul-Mediatorin. Wir Mediatoren helfen Schülern, bei einem Streit eine Lösung zu finden. Außerdem habe ich an meiner Schule zur Bundestagswahl Junior-Wahlen durchgeführt. Es gab Informations-Veranstaltungen zu den Parteien. Am Ende konnten die Schüler in kleinen Wahlkabinen ihre Stimmen abgeben. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Dann habe ich von dem Projekt LIKRAT – Jugend & Dialog gehört. Likrat ist hebräisch. Es bedeutet: aufeinander zu. Bei dem Projekt geht es darum, dass jüdische Jugendliche in Schulen gehen. Wir erzählen den Schülern etwas über das Judentum. So merken sie: Juden sind Menschen wie du und ich. Zur Vorbereitung habe ich mit anderen Jugendlichen zusammen Kurse besucht. Dabei haben wir viel gelernt. Zum Beispiel etwas über die Themen Politik, Geschichte und jüdische Kultur. Wir haben auch gelernt, wie wir unser Thema den anderen Schülern gut vermitteln können.

Wir gehen immer zu zweit in die Schulkassen. Dort sprechen wir 90 Minuten lang mit den Schülern. Wir erzählen ihnen etwas über das Judentum. Und wir beantworten Fragen. Das habe ich im letzten Jahr zwölfmal gemacht. Einmal waren wir in einer Schule mit vielen muslimischen Schülerinnen und Schülern. Ich habe ihnen etwas über gläubige Juden erzählt. Am Sabbat waschen sie sich vor dem Essen in einem Ritual die Hände. Da hat sich ein kleiner muslimischer Junge gemeldet. Er strahlte und sagte: Wir waschen uns auch vor dem Gebet die Hände. Das war einer von den tollen Momenten. Wo man sieht: Die Religionen sind gar nicht so unterschiedlich. Und wir sind auch gar nicht so verschieden, wie wir manchmal denken.

Eine Freundin von mir hat aber auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Ein Schüler fragte sie, ob wir noch den Judenstern tragen. Es ist manchmal nicht einfach. Aber es ist gut, dass wir Vorurteile abbauen können. Ich gehöre zu denen an meiner Schule, die viel ehrenamtlich machen. Es gibt Mitschüler, die mich deshalb eine Streberin nennen. Aber damit habe ich kein Problem. Ich fühle mich besser, wenn ich ehrenamtlich arbeite. Es gibt mir total viel Erfüllung.

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Junger Mann mit kurzem rotblondem Haar

Viktor hilft bei Menschen-Rettung und Naturschutz

Viktor Sauerborn hat eine Spastik. Durch seine Frühgeburt ist er auch etwas in seiner Entwicklung verzögert. Viktor ist bei der Wasserwacht in Wasserburg. Dort will er bald Jugendleiter werden.

Viktor erzählt
zwei junge Mädchen in weißen T-Shirts sitzen vor einer grün gekachelten Wand. Die linke hat dunkles langes Haar, die rechte hat blondes langes Haar.

Hannah und Fee wollen Plastikmüll vermeiden

Hannah und Fee haben das Umwelt-Projekt zero waste & no plastic gegründet. Sie wollen jüngeren Schülern beibringen, wie man Plastik vermeidet. Zero waste & no plastic heißt: null Abfall und kein Plastik.

Hannah und Fee erzählen
Junger Mann mit Bart und dunklem kurzen Haar

Tobias engagiert sich für eine inklusive Gesellschaft

Tobias arbeitet ehrenamtlich bei Mission Inklusion mit. Das ist ein Projekt der Service-Stelle Jugend-Beteiligung und der Aktion Mensch. Dort setzen sich junge Menschen für eine inklusive Gesellschaft ein.

Tobias erzählt

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