Abbas will das Leben in seiner Stadt verbessern

Abbas arbeitet seit zwei Jahren ehrenamtlich im Kinder- und Jugendrat der Stadt Iserlohn mit.
 

Ein junger Mann mit dunkler Hautfarbe liegt auf dem Rücken und lacht in die Kamera. © Frederike Wetzels

Abbas Moussa ist 19 Jahre alt. Er ist im Land Benin in Westafrika geboren. Im Alter vonb sechs Jahren zog er mit seinem Vater nach Deutschland. Hier wuchs er mit zehn Halbgeschwistern und der zweiten Frau seines Vaters auf. Heute besucht Abbas die 13. Klasse einer Gesamtschule in Iserlohn.

Abbas erzählt: 2016 habe ich die Hauptschule Martin Luther besucht. Damals haben mich Mitschüler in den Kinder- und Jugendrat der Stadt Iserlohn gewählt. Ich habe nicht gewusst, was dadurch auf mich zukommt. Ich habe es einfach gemacht. Vorher kannte ich niemanden, der ehrenamtlich arbeitet. Im Kinder- und Jugendrat der Stadt machen wir unterschiedliche Sachen. Zum Beispiel zeigen wir einmal im Monat einen Kinofim für Kinder. Der Eintritt ist kostenlos. Außerdem haben wir zwei Demonstrationen zur Rettung von Bienen gemacht. Und wir haben Informations-Tafeln über das Bienensterben aufgestellt. Die Informations-Tafeln haben wir selbst gestaltet.

Letztes Jahr haben wir ein Treffen von allen Schulen in Iserlohn veranstaltet. Dazu haben wir auch Politiker eingeladen. Sie haben mit uns Jugendlichen über verschiedene Themen gesprochen. Zum Beispiel über die Schule und über Umweltschutz. In der Stadt Iserlohn soll einiges verbessert werden. Auch Kinder und Jugendliche können Vorschläge machen. Deshalb beschäftige ich mich im Kinder- und Jugendrat mit der Stadt-Entwicklung. Hier arbeiten wir unter anderem mit der App #Stadtsache. Das ist ein Computer-Programm für Kinder und Jugendliche. Zuerst haben wir Sachen in der Stadt fotografiert und gefilmt, die uns stören, die gefährlich sind oder die wir gerne anders hätten. Später haben wir andere Kinder und Jugendliche interviewt. So haben wir viele Ideen für Verbesserungen in der Stadt gesammelt.

Ich verbringe manchmal viel und manchmal weniger Zeit mit meinem Ehrenamt. Ich habe jeden Tag bis 16 Uhr Schule. Dreimal in der Woche ist Taekwondo-Training. Für mein Ehrenamt bleibt immer genug Zeit. Bald will ich auch noch beim Jugendhilfe-Ausschuss mitmachen. Das ist ein politischer Ausschuss. Hier beraten erwachsene Politiker über Dinge, die für Kinder und Jugendliche in unserer Stadt wichtig sind. Zum Beispiel über neue Spielplätze. Oder sie besprechen, wie viel ein Kindergarten-Platz kosten soll.

In meiner ehrenamtlichen Arbeit kann ich üben, vor Publikum frei zu sprechen. Außerdem lerne ich, wie man seine Ideen in der Stadt umsetzen kann. Ich lerne auch, wie die Stadt-Verwaltung arbeitet. Und ich lerne, wie Politik funktioniert.

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