Unsere Corona-Soforthilfe kommt an

Mit unserer Corona-Soforthilfe konnten wir zu Beginn der Pandemie bis Ende Juli eine stark nachgefragte Unterstützung für Assistenzdienste, Lebensmittelversorger und Inklusionsbetriebe bereitstellen. Auf diese Weise konnten wir Helfer*innen dabei unterstützen, wichtige Versorgungsketten aufrecht zu erhalten. Und wir konnten dazu beitragen, die Beschäftigung von Mitarbeiter*innen mit und ohne Behinderung in verschiedensten Inklusionsbetrieben nachhaltig sicherzustellen. Hier erzählen Einrichtungen, die die Förderung bereits erhalten haben, wie ihre Arbeit in der Corona-Krise weitergeht:
Zwei Helfer*innen im Projekt "Schwäbisch Gmünd hilft" bei der Lebensmittelhilfe.

Schnelle Hilfe durch Vernetzung

Die Aktion „Gmünd HILFT!“ versorgt Menschen in der Corona-Krise mit Lebensmitteln und hilft auch sonst, wo sie kann. Wie das funktioniert? Mit der Unterstützung lokaler Netzwerke – und vielen ehrenamtlichen Helfer*innen.
Zwei Helfer*innen von Foodsharing Darmstadt.

Lebensmittel fair teilen

"Foodsharing Darmstadt“ hat ein neues Verteilsystem auf die Beine gestellt, um Lebensmittel vor dem Müll zu bewahren und Menschen zu versorgen, die in der Krise besonders betroffen sind. Mit der Corona-Soforthilfe können sie ihre Arbeit fortsetzen.
In einer alten Fabrikhalle sind mehrere Personen bei der Herstellung von Masken zu sehen.

Betreutes Wohnen mit Corona-Notfallplan

Die Mitarbeiter*innen des AWO Bezirksverbands Niederrhein in Hilden arbeiten derzeit im Corona-Modus: Tätigkeiten wie Masken nähen, Einkäufe übernehmen, Tafel-Lebensmittel ausfahren und telefonische Beratung stehen jetzt im Mittelpunkt.
Eine Assistenzkraft und eine Frau im Rollstuhl machen einen Spaziergan - sie tragen beide einen Mundschutz.

Mobiler Dienst in Zeiten der Krise

Die Offenen Hilfen Heidelberg müssen in der Corona-Krise vieles anders machen. Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien bekommen jedoch weiterhin viel Unterstützung – jetzt auch digital.

Diese Einrichtungen brauchen weiterhin unsere Unterstützung

Hier findest du eine Auswahl an Einrichtungen, die durch die Corona-Krise vor neuen Herausforderungen stehen und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen oder Spenden benötigen:
Mitarbeiter bei der Lebensmittelversorgung Tafel im Gespräch mit einer Kundin.

Tafel Deutschland e.V.

Fast 950 Tafeln gibt es in Deutschland. Sie versorgen rund 1,65 Mio. Menschen mit Lebensmitteln. Wegen Corona mussten bereits 400 Tafeln ihren Betrieb einstellen. Neben weniger Lebensmittelspenden ist der Hauptgrund das hohe Durchschnittsalter der Ehrenamtlichen. 65 Prozent der rund 54.000 Freiwilligen gehören zur Risikogruppe. Arbeiten in engen Räumen ist für sie zu gefährlich. Gebraucht werden junge Engagierte, Lebensmittel und neue Verteilkonzepte.
Drei Kinder essen in einer Einrichtung der Stiftung "Die Arche"

Die Arche

Die Arche e.V. bietet Kindern und Jugendlichen aus armen Familien Freizeit- und Lernangebote sowie kostenlose Mahlzeiten. Wegen Corona hat Die Arche nun ihre Einrichtungen bundesweit geschlossen. Um zumindest die für viele Familien wichtige Essensversorgung aufrecht zu erhalten, liefern die Mitarbeiter*innen Lebensmittel nun nach Hause. Der Bedarf ist groß und wächst, weil auch Mahlzeiten in Kitas und Schulen wegfallen. Die Arche bittet deshalb um Spenden.
Zwei Männer, einer davon im Rollstuhl, beim Einkaufen in einem Drogerie-Markt.

Ambulante Dienste

Assistenzdienste, wie der Berliner Verein ambulante dienste e.V., stehen vor großen Problemen. Für ihre Kund*innen wäre es katastrophal, wenn Assistent*innen ausfallen. Die Dienste müssen ihre Mitarbeiter*innen im Krankheitsfall weiterbezahlen und gleichzeitig die Versorgung ihrer Kund*innen sichern – eine große finanzielle Belastung. Wer helfen möchte, kann sich als Assistent*in ausbilden lassen oder in der Nachbarschaftshilfe engagieren, etwa bei QuarantäneHelden.

Das kannst du tun

In der Krise für andere da sein

Viele Menschen mit Behinderung oder mit chronischen Erkrankungen, Kinder, obdachlose Menschen und Menschen in sozialen Schwierigkeiten sind von der der Corona-Pandemie besonders betroffen. Sie haben ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken. Setze dich für sie ein und biete deine Unterstützung an. In unserer Freiwilligendatenbank findest du viele Möglichkeiten, jetzt ehrenamtlich aktiv zu werden.

Porträt von Joel Rombey.

Joel Rombey, Student

"Da der Corona-Virus eine Atemwegserkrankung ist, würde dieser sozusagen direkt eine Schwachstelle von mir angreifen. Durch meine verminderte Atemfähigkeit zähle ich zur gefährdeten Gruppe."
Porträt Bianka Mandrella.

Bianka Mandrella, freiberufliche Physiotherapeutin

Ich bin blind und habe mich 2018 als Physiotherapeutin selbstständig gemacht. Aufgrund der Corona-Krise wurden all meine Aufträge abgesagt und ich kann noch nicht sagen, wann es für mich weitergehen wird. Es macht mir schon große Sorgen, weil man ja gerade bei Massagen und physiotherapeutischen Behandlungen im direkten Kontakt mit Menschen ist. Sollte sich die Krise jetzt noch sehr lange hinziehen, weiß ich nicht, ob dies mein kleines Unternehmen überleben wird. Dennoch gebe ich nicht auf. Egal ob mit oder ohne Behinderung, wir sind alle gleich und müssen zusammenhalten.
Porträt von Dennis Winkens.

Dennis Winkens, Gamer und Online-Redakteur

"Ich als Risikopatient bin (noch?) nicht an Corona erkrankt – ABER ich bin betroffen! Sowohl bei meinen Assistenzkräften als auch beim Pflegedienst gab/gibt es Schwierigkeiten aufgrund von Vorsichtsmaßnahmen. Das Leben läuft derzeit einschneidend anders."
Ein Porträtfoto von Jennifer Sonntag.

Jennifer Sonntag, TV-Moderatorin

"Ich gehöre durch meine Bündelung aus Behinderungen und insbesondere Vorerkrankungen zur sogenannten Risikogruppe und muss mich aktuell besonders schützen. Ich behalte die Hoffnung, dass unter den verschärften Sicherheitsvorkehrungen für beide Seiten alles gut geht."
Porträt Petra Strack.

Petra Strack, Gründerin von Deine AssistenzWelt

Was passiert, wenn sich einer unserer Kunden mit Covid19 infiziert – müssen wir unseren Assistenz-Service dann komplett einstellen? Müssen unsere Kunden im Krankenhaus notversorgt werden, was bereits heute nicht zu bewältigen wäre? Egal an wen wir uns wenden, das kann uns derzeit leider niemand beantworten.

Sag auch DU danke!

Weitere Angebote und Informationen

Eine Postkarte mit dem Text "Halt! Leichte Sprache".

Barrierefreie Informationen zu Corona

Auf einer Informationsseite haben wir Links zu hilfreichen Angeboten und Nachrichten für Menschen mit Behinderung gesammelt. Viele davon sind in Leichter oder Einfacher Sprache oder Gebärdensprache verfügbar.
Mann mit Hipster-Bart und Frau mit langen Haaren im Garten vor großem Haus halten ihr Glückslos hoch und freuen sich

Jetzt soziale Projekte unterstützen

Mach Dich in der Krise für andere Stark! Bei der Aktion Mensch-Lotterie hast du mit Jahreslos, Glücks-Los und Co. die Möglichkeit, zu gewinnen und dabei gleichzeitig deutschlandweit Projekte zu unterstützen. Sichere dir jetzt ein Los und engagiere dich!