Ausnahmen für Menschen mit Behinderung von der Maskenpflicht

Um das Risiko zu senken, dass sich Menschen mit dem Corona-Virus COVID-19 anstecken, schreiben alle Bundesländer per Verordnung eine Mund-Nasen-Bedeckung vor. Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung ist in weiten Bereichen des öffentlichen Lebens Pflicht. In einigen Bereichen müssen Sie künftig eine medizinische Maske, statt der bisherigen „Alltagsmaske“ tragen. Medizinische Masken sind OP-Masken oder FFP2-Masken.
Für viele Menschen mit Behinderung ist das allerdings nicht zumutbar. Zum Beispiel dann, wenn sie eine Atemwegserkrankung haben, wegen der sie schlecht Luft bekommen. Oder eine psychische Behinderung, die eine Maske im Gesicht zur Qual macht. Deshalb gibt es in allen Bundesländern Ausnahmeregelungen für manche Personengruppen.

Die folgende Tabelle enthält Links zu den allgemeinen Verordnungen der Bundesländer. Und sie nennt die wichtigsten Ausnahmeregeln in Kürze. Die Verantwortung für die verlinkten Inhalte liegt bei den Bundesländern. Es können sich jederzeit aktuelle Änderungen ergeben. Die Angaben sind daher ohne Gewähr.

Regelungen nach Bundesland

"Eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht nicht für Personen, denen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aus gesundheitlichen oder sonstigen Gründen nicht möglich oder nicht zumutbar ist, wobei die Glaubhaftmachung gesundheitlicher Gründe in der Regel durch eine ärztliche Bescheinigung zu erfolgen hat," (Corona-Verordnung, § 3, Fassung vom 25.01.21)

Quelle: Baden-Würtembergische Landesregierung

"Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, sind von der Trageverpflichtung befreit; die Glaubhaftmachung erfolgt bei gesundheitlichen Gründen insbesondere durch eine ärztliche Bescheinigung, ...

Das Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung ist zulässig, solange es zu Identifikationszwecken oder zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung oder aus sonstigen zwingenden Gründen erforderlich ist."

Quelle: Bayerische Staatskanzlei

"Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gilt nicht für Personen, die ärztlich bescheinigt aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, einer ärztlich bescheinigten chronischen Erkrankung oder einer Behinderung keine medizinische Gesichtsmaske oder Mund-Nasen-Bedeckung tragen können, … oder
für gehörlose und schwerhörige Menschen und Personen, die mit diesen kommunizieren, sowie ihre Begleitpersonen."

Quelle: Berliner SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

"Von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung oder einer medizinischen Maske sind folgende Personen befreit:
2. Gehörlose und schwerhörige Menschen, ihre Begleitperson und im Bedarfsfall Personen, die mit diesen kommunizieren,
3. Personen, denen die Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung oder einer medizinischen Maske wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist; dies ist vor Ort durch ein schriftliches ärztliches Zeugnis im Original nachzuweisen."

Quelle: Fünfte SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg

"Eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht nicht für Gehörlose oder schwerhörige Menschen, ihre Begleitperson und im Bedarfsfall für Personen, die mit diesen kommunizieren, und für
Personen, denen die Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung wegen einer Behinderung, einer Schwangerschaft oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder nicht zumutbar ist."

Quelle: 23. Corona-Verordnung der Hansestadt Bremen

„Für die Maskenpflicht gilt:

2. Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, sind von der Tragepflicht befreit,
3. das Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung ist zulässig, solange es zu Identifikationszwecken oder zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung erforderlich ist,"

Quelle: Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Freien und Hansestadt Hamburg

"Nicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet sind (...) Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können."

Quelle: Hessische Landesregierung

"Die Maskenpflicht gilt nicht für (...) Menschen, die aufgrund einer medizinischen oder psychischen Beeinträchtigung oder wegen einer Behinderung keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können und dies durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen können"

Quelle: Corona-Landesverordnung Mecklenburg-Vorpommern

"Personen, für die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung, zum Beispiel einer schweren Herz-oder Lungenerkrankung, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist und die dies durch ein ärztliches Attest oder eine vergleichbare amtliche Bescheinigung glaubhaft machen können, [...] sind von den Verpflichtungen [...] ausgenommen. "

Quelle: Niedersächsische Corona-Verordnung

"Von der Verpflichtung zum Tragen einer Maske ausgenommen sind Personen, die aus medizinischen Gründen keine Alltagsmaske tragen können. Das Vorliegen der medizinischen Gründe ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen, welches auf Verlangen vorzulegen ist."

Quelle: Coronaschutzverordnung NRW

"Das Abstandsgebot sowie die Maskenpflicht gelten nicht (...)
2. für Personen, denen dies wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist; dies ist durch ärztliche Bescheinigung nachzuweisen,
3. soweit und solange es zur Kommunikation mit Menschen mit einer Hör- oder Sehbehinderung, zu Identifikationszwecken oder im Zusammenhang mit der Wahrnehmung von Aufgaben der Rechtspflege (einschließlich der Notariate und Rechtsanwaltskanzleien) erforderlich ist.“

Quelle: 15. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz

"(…) eine Mund-Nasen-Bedeckung ist zu tragen, sofern gesundheitliche Gründe nicht entgegenstehen."

Quelle: Verordnung zur Änderung infektionsrechtlicher Verordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie

"Von der Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, ausgenommen sind (…) Menschen mit Behinderung und solche mit gesundheitlichen Einschränkungen, sofern sie nicht dazu in der Lage sind. Zur Glaubhaftmachung einer Befreiung von der Pflicht genügt die Gewährung der Einsichtnahme in ein ärztliches Attest."

Quelle: Informationen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, Sächsisches Staatsministerium für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt[Kein Text im Feld]

Von der Verpflichtung, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, ausgenommen sind (…)
• Gehörlose und schwerhörige Menschen, da sie in ihrer Kommunikation darauf angewiesen sind, von den Lippen des Gegenübers ablesen zu können. Gleiches gilt für deren Begleitpersonen und im Bedarfsfall für Personen, die mit diesen kommunizieren.

• Personen, denen die Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung bzw. medizinischen Mund-Nasen-Schutz wegen einer Behinderung, einer Schwangerschaft oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist; dies ist in geeigneter Weise (z. B. durch plausible mündliche Erklärung, Schwerbehindertenausweis, ärztliche Bescheinigung) glaubhaft zu machen."

Quelle: Gesundheitsministeriums Sachsen-Anhalt

Ausgenommen von der Verpflichtung zum Tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung sind "Personen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung (einschließlich Behinderungen) nicht in der Lage sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen [...]. Das betrifft insbesondere einen Personenkreis, für den auch Bedeckungsalternativen nicht in Frage kommen. Diese Menschen dürfen aber weiterhin freiwillig Visiere tragen. Menschen mit Hörbehinderungen und Menschen mit Sprachbehinderungen dürfen eine Mund-Nasen-Bedeckung auch abnehmen, soweit dies zum Zwecke der Kommunikation mit anderen erforderlich ist."

Quelle: Landesportal Schleswig-Holstein

"Menschen, denen die Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung wegen Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, sind von der Pflicht befreit. Dies ist in geeigneter Weise glaubhaft zu machen."

Quelle: Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familien

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Auf unserer Corona-Infoseite findest du Links zu hilfreichen Angeboten und Nachrichten für Menschen mit Behinderung. Viele davon sind in Leichter oder Einfacher Sprache oder in Gebärdensprache verfügbar.
Klaus Birnstiel

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