Aktion Mensch-Blog

Deutschland und Inklusion: Umfrage zum 3. Jahrestag der UN-Konvention

Blogger: Redaktion, am 23.02.2012 um 11:00 Uhr

Über die Hälfte der Bevölkerung nimmt Menschen mit Behinderungen im Alltag gar nicht wahr. Das hat eine Umfrage der Aktion Mensch zum dritten Jahrestag der UN-Behindertenrechtskonvention ergeben. Zwar wünschen sich 87 Prozent der Deutschen ein Zusammenleben auf Augenhöhe, aber jeder Dritte hat gar keinen Kontakt zu Menschen mit Behinderungen. Fast jeder findet Inklusion also gut, aber leben tut es kaum jemand. Warum klaffen Theorie und Praxis soweit auseinander?

zur vollständigen Pressemitteilung der Aktion Mensch

Was ist Inklusion? Der Comic der Aktion Mensch erklärt es.


Bisher 6 Kommentare

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Godan

26.02.12 um 08:45 Uhr

Der Regelfall ist der, dass man psychisch Angeschlagenen immer selbst die Schuld an ihrem Schicksal gibt und sich selbst von aller Schuld freispricht. Der Florian Sitzmann scheint einen festen Rückhalt durch seine Angehörigen zu haben, sonst könnte der sich nicht so präsentieren. Einen festen Rückhalt durch die Angehörigen haben nur sehr wenige Behinderte, die anderen werden wie in Stallungen gefercht. Die meisten Behinderten, die in engen Käfigen gehalten werden, leiden nach kurzer Zeit am Lagerkoller.

Rainy84

25.02.12 um 18:27 Uhr

@Godan
ich vermag nicht zu beurteilen, inwieweit der Umgang mit anderen Menschen sich schwierig für dich darstellt.
Mit Sicherheit ist es auch nicht gerade das einfachste mit so einer Situation fertig zu werden, gerade wenn man selbst psychisch angegriffen ist.

ABER

Man bzw. in diesem Falle du solltest nicht hergehen und alle Menschen ohne Handicap über einen Kamm scheren. Es ist egal ob man "behindert" ist oder nicht, es wird immer Menschen geben, die einen nicht immer nur gut behandeln. Aber das ist nicht die Regel! Ich wohne auch auf einem Kuhkaff und weiß wie manche Menschen sein können , wenn etwas nicht in ihr idyllisches Bild passt, aber Herr Gott, ich kenne andere die ebenfalls gehbehindert sind, wie gesagt , die Sache ist, ob du dich von deiner Einschränkung leben lässt, oder ob Du einen Weg findest, der Herr über dich zu werden und andere Ideen auszuprobieren, wenn der herkömmliche Weg halt nicht klappt!!! Man kann nicht immer anderen die Verantwortung für sein eigenes Leben in die Schuhe schieben. DU musst es selbst in die Hand nehmen und die Schritte machen, dass man dir helfen kann! Tipp: Schau mal bei google nach Florian Sitzmann, oder auch bei YouTube. Das ist die Art, wie man mit seinem Schicksal umgehen sollte, anstatt immer nur allen anderen die Schuld an der eigenen Demotivation zu geben.
Es gibt auch bei Schicksalsschlägen immer die Möglichkeit zu schauen, was man daraus macht!

Godan

25.02.12 um 13:21 Uhr

Ich lebe mit dem allerhöchsten Lebensrisiko, was man sich vorstellen kann. Ich habe eine starke Gehbehinderung durch einen Oberschenkelhalsbruch, so das ich nicht laufen kann und an Krücken gehen muss. Außerdem muss ich Psychopharmaka nehmen, weil mich die Gesellschaft strickt ablehnt und fertig macht. Ich schwebe ständig in höchster Lebensfahr, weil ich mich deswegen auch im Internet bemerkbar mache. Die Zeiten sind in Deutschland seit 8 Jahren knallhart, weil die Kassen leer sind. Auf dem Land ist das Überleben für einen Schwerbehinderten, der weitgehend selbstständig ist, wesentlich härter, als in der Großstadt, Lippe ist mitten auf dem Land im Südosten von NRW.

Rainy84

24.02.12 um 08:20 Uhr

Ich denke die Menschen müssten mehr füreinander sensibilisiert werden. Die Zeiten in denen behinderte Menschen weggeschlossen werden sind lange vorbei. Es gibt jede Menge Projekte, doch die Integration ist meiner Meinung nach noch mehr als ausbaufähig. Ich denke Menschen mit und ohne Handicap sollten beide Schritte aufeinander zu gehen. Ich habe selbst ein Handicap, aber es kommt immer darauf an, wie man sich selbst definiert. Wenn man sich nur über sein Handicap definiert, dann kann man nicht erwarten, dass einen alle verstehen. Mein Lebensgefährte ist selbst Conti und Flügellos. Er arbeitet und lebt sein Leben ganz normal- natürlich fällt es einem dann auch eher auf wie viele Barierren es eigentlich gibt. Aber um mehr Barrierefreiheit zu erlangen, müssen wir die Menschen ohne Handicap an die Hand nehmenn und sie dafür sensibilisieren. Vorwürfe bringen keinem was. Es gibt leider immer noch zu viele Vorurteile die ausgeräumt werden müssen gegenüber Menschen mit Handicap. Andererseits sind auch nicht alle gesunden Menschen behindertenfeindlich. Sonst gäbe es mit Sicherheit auch nicht die Aktion Mensch die ja übrigends auch durch Contergan entstanden ist.

Godan

24.02.12 um 07:48 Uhr

Die Behörden wollen in Wahrheit keine Kontakte zwischen Behinderten und Nichtbehinderten, wegen möglicher Übergriffe. Behinderte laufen immer Gefahr von Nichtbehinderten angegriffen zu werden, das wollen die Behörden unterbinden. Die Einrichtungen sind ein Schutzraum, eine Käseglocke, in der die Behinderten unter sich sind. Sie haben nur Kontakt zu Sozialarbeitern, Betreuern und Psychologen, sowie Ärzten und dem Pflegepersonal. Sie werden regelrecht vor der bissigen Gesellschaft weggeschlossen, es kommt dadurch auch keiner auf die Idee Kontakte mit ihnen zu schließen, auch wenn alle darüber reden.

Godan

24.02.12 um 07:09 Uhr

Das ist vollkommen klar, das man sie nicht wahrnimmt, sie werden in Einrichtungen, wie im Hühnerstall festgehalten und tauchen deshalb nicht auf den Straßen und im öffentlichen Leben auf.


 

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