Filmfestival, Aktion Mensch-Blog

Weltpremiere bei "überall dabei"

"Mensch 2.0 – Die Evolution in unserer Hand" in Berlin uraufgeführt

Android "Bina 48" (Foto: Aktion Mensch / Nick Ash)

Freitagabend, Potsdamer Platz, Berlin. Weltpremiere des Dokumentarfilms "Mensch 2.0 – Die Evolution in unserer Hand". Ein bis auf den letzten Platz ausverkaufter Kinosaal im Arsenal – Institut für Film und Videokunst e. V.. Alexander Kluge, einer der ganz großen deutschen Filmemacher, versteht es auch in seinem neuen Film, ein Thema auf die Leinwand zu bringen, das Menschen bewegt und zum Nachdenken anregt.
Was ist der Mensch? Was zeichnet unser Bewusstsein aus? Gibt oder wird es in Zukunft künstliche Intelligenz geben? Können Roboter und Biotechnologie eine Hilfe für den Menschen sein, Leiden lindern oder verhindern, sein Leben verlängern? Wird der Mensch vielleicht mit der Maschine verschmelzen und sich auf diese Weise zu einer neuen Spezies entwickeln?
Gemeinsam mit dem Schweizer Journalisten und Filmregisseur Basil Gelpke ging Kluge diesen und anderen Fragen nach und schuf auf Anregung der Aktion Mensch eine 110-minütige Kinoversion von "Mensch 2.0". Diese ist ab sofort im Rahmen des inklusiven Filmfestivals "überall dabei" zu sehen und basiert auf dem Material einer zwölfstündigen DVD-Produktion.

"Bina 48" – eine Roboterdame auf dem Podium

Vor der Begrüßung des Premierepublikums durch Aktion Mensch-Vorstand Martin Georgi hatte dieses bereits Bekanntschaft mit "Bina 48", einem Androiden (das ist ein Roboter in menschlicher Gestalt) gemacht. "Bina 48" unterhält sich meistens mit Bruce Duncan, aus Vermont (USA), der ebenfalls zur Weltpremiere ins Arsenal gekommen war. Duncan ist Entwickler der Roboterdame "Bina" und gleichzeitig Geschäftsführer einer Stiftung, die Avatare von lebenden Personen erschafft. Die Kommunikation mit "Bina" stellte sich am Premiereabend allerdings als nicht ganz ungezwungen heraus – vielleicht war der weibliche Android ein wenig aufgeregt angesichts des großen Publikums. "Binas" Auftritt ließ einen Blick in die Zukunft werfen, machte aber auch deutlich, dass die Roboterentwicklung noch einige Barrieren zu überwinden hat. Ein Stichwort, das Martin Georgi gerne aufgriff, um auf die Bedeutung und das Grundthema des Festivals "überall dabei", nämlich Barrierefreiheit und Inklusion, aufmerksam zu machen: "Barrierefreiheit ist nicht nur ein Nachteilausgleich, sondern eine Möglichkeit für Menschen, an der Gesellschaft teilzuhaben. Und das ist eine Bereicherung für uns alle."

Künstliche Intelligenz hat es verdient, gründlich behandelt zu werden

In der an die Filmvorführung anschließenden Podiumsdiskussion erklärte Regisseur Kluge seine Motivation für den Film "Mensch 2.0": "Das Thema Künstliche Intelligenz hat es verdient, gründlich behandelt zu werden. Da ist eine zwölfstündige Dokumentation gerade gut genug. Da aber Kino etwas sehr Schönes ist, waren Basil Gelpke und ich froh, als die Aktion Mensch uns zu einer 90-minütigen Version inspirierte. Der Film soll vor allem dazu dienen, die eigene Einstellung des Zuschauers gegenüber Robotertechnologie und sogenannter Künstlicher Intelligenz zu überprüfen."

"Mensch 2.0" ist heute, 22. September, in Berlin und Potsdam, morgen, 23. September, in Weimar und dann bis zum 8. Mai 2013 in 37 weiteren deutschen Städten zu sehen.


Linktipps:
Filmemacher Alexander Kluge im Interview über "Mensch 2.0"
Themen, Filme, Spielorte – alle Infos zu "überall dabei", dem inklusiven Filmfestival der Aktion Mensch

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