Freiwilliges Engagement

Was machen eigentlich ... ehrenamtliche Bewährungshelfer?

In Hessen helfen Ehrenamtliche straffällig gewordenen Menschen dabei, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Die Engagierten helfen bei der Ausbildung und Jobsuche oder unterstützen die Probanden dabei, ihre Schulden in den Griff zu bekommen.

Der Verein Förderung der Bewährungshilfe in Hessen e.V. kümmert sich darum, dass Straffällige, die zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurden, freiwillige Begleiter zur Seite gestellt bekommen. Sie ergänzen damit die Begleitung der professionellen Bewährungshelfer, die in der Regel 70-100 Straffällige betreuen. Ein „ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Bewährungshilfe“ hilft dem Probanden beispielsweise beim Schreiben von Bewerbungen, bei Ämtergängen, dabei seine Schulden in den Griff zu bekommen oder lesen und schreiben zu lernen. Oberstes Prinzip des Tandems ist Freiwilligkeit – nur wer Unterstützung in Anspruch nehmen möchte, bekommt ein entsprechendes Angebot.

Die Vermittlung läuft vollkommen unbürokratisch. Bewährungshelfer melden sich bei Mira Bethge, die als Projektkoordinatorin beim Förderung der Bewährungshilfe in Hessen e.V. tätig ist, immer dann, wenn einer ihrer Probanden weitere Unterstützung gebrauchen kann. Sie kümmert sich um das Matching mit einem geeigneten Freiwilligen. Der Freiwillige darf nicht straffällig geworden sein und muss im Erstgespräch einen verlässlichen Eindruck gemacht haben. Dann wird ein erstes Treffen zusammen mit dem Bewährungshelfer arrangiert und geschaut, ob sich Freiwilliger und Proband vorstellen können, gemeinsam zu arbeiten. Mira Bethge erklärt: „Die Freiwilligen sollten belastbar sein – manchmal ist der Kontakt zum Probanden schwierig, weil es an Zuverlässigkeit fehlt.“ Es kann auch vorkommen, dass sich ein Proband erst dann meldet, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, wenn also beispielsweise eine Räumungsklage im Briefkasten liegt.

Mira Bethge erläutert das Besondere des Ansatzes: „Durch das Projekt erleben Straffällige oftmals zum ersten Mal, dass sich jemand aus eigenem Antrieb und ohne dafür bezahlt zu werden um sie kümmert.“ Hier werden keine Institutionen wie Schuldnerberatung oder Drogenhilfe aktiv, sondern normale Bürger, die sich engagieren wollen.

60 Ehrenamtliche lassen sich derzeit auf das Experiment ein und lernen eine Lebenswirklichkeit am Rande der Gesellschaft kennen, die sie durch ihren Einsatz zu meistern helfen - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
http://www.fbh-ev.de/

Weitere Möglichkeiten, sich im Bereich Bewährungshilfe zu engagieren, finden Sie in der Freiwilligendatenbank mit dem Suchbegriff "Bewährungshilfe".

 

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