Filmfestival, Aktion Mensch-Blog

Verbindende Dichtung

"überall dabei" geht auf die Zielgerade: Das inklusive Filmfestival der Aktion Mensch gastiert nun noch bis Mitte Mai in einigen Städten. So bietet sich die Gelegenheit noch einmal bei den Vorführungen der spannenden Spielfilme und interessanten Dokumentionen dabei zu sein - wie etwa bei "Deaf Jam", den sich Blogger Ulli Steilen näher angesehen hat.

Stille Geste: Aneta Brodski Protagonistin von "Deaf Jam". Aktion Mensch

„Kommunikation ist der Schlüssel zur Welt“, heißt es zu Beginn des Films „Deaf Jam“. Wie kann Kommunikation, Austausch und gemeinsame Kreativität entstehen zwischen Menschen, die nicht dieselbe Sprache sprechen? Und deren Kulturen sich oft ablehnend bis feindlich begegnen? „Mir war nicht klar, was Palästinenser über ihre Heimat denken. Es ist dasselbe Gefühl, das Israelis für das Land Israel empfinden.“ Da ist etwas, das die gehörlose Aneta Brodski, die als 7-Jährige mit ihren Eltern aus Tel Aviv nach New York kam, und die hörende Tahani Salah, deren Familie aus Palästina stammt, verbindet. Beide leben in New York, beide sind Mitte 20. Vor allem aber verbindet sie ihre Liebe zur Poesie, zum Dichten. Gemeinsam haben sie eine Performance entwickelt und treten damit vor Publikum auf: Slam Poetry und ASL. Auf der Bühne vorgetragene Gedichte, von Tahani gesprochen und von Aneta dargeboten in der amerikanischen Gebärdensprache ASL (American Sign Language). Aneta und Tahani, die beiden auf den ersten Blick so unterschiedlichen jungen Frauen, kreieren ihre Gedichte gemeinsam am Küchentisch und geben ihrem Publikum dann auf der Bühne den Schlüssel in die Ohren und die Augen – zur Verständigung zu ihrer Welt.

„überall dabei“ geht in die letzte Runde

Judy Lieffs 70-minütiger Dokumentarfilm über die beiden Slam-Poetinnen läuft im Filmfestival „überall dabei“ der Aktion Mensch. „überall dabei“ geht in die letzte Runde. Seit September 2012 tourt das inklusive Filmfestival durch 40 deutsche Städte. Jetzt dürfen sich die Kinogänger in Frankfurt, Münster, Dortmund, Sindelfingen, Hamburg und Köln auf facettenreiche Dokumentar- und Spielfilme, anregende Diskussionen nach den Filmvorführungen und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm freuen. Die Vorträge, Veranstaltungen und Aktionen stehen immer in Verbindung zum Thema Inklusion und zu den Festivalfilmen. So wie bei „Deaf Jam“ und „BÄÄM – der Deaf Slam“.

Quelle der Inspiration

Aus der Dynamik des Films „Deaf Jam“ und der grenzüberschreitenden Performance der beiden Protagonistinnen Aneta und Tahani ist die Idee zu „BÄÄM – der Deaf Slam“ entstanden. „BÄÄM – der Deaf Slam“, ein Poetry-Slam in Gebärdensprache, hat in den vergangenen Monaten Zuschauer und Teilnehmer gleichermaßen begeistert. Der Wettbewerb ist vorbei, das große Finale fand am 13. April in Hamburg statt. Gewinner des ersten inklusiven Poetry Slams in Deutschland ist Dawei Ni.
Wer die Quelle der Inspiration, den Film Deaf Jam, auf der Leinwand sehen möchte, hat dazu noch Gelegenheit. Neben den fünf anderen Dokumentar- und Spielfilmen des Filmfestivals läuft Deaf Jam am 28. April in Frankfurt und Münster, am 30. April in Dortmund, am 3. Mai in Sindelfingen, am 5. Mai in Hamburg und am 11. Mai in Köln.

Weitere Informationen zu den Spielorten und Terminen.

Bisher hat noch kein Besucher diesen Beitrag kommentiert – mach du den Anfang!


Mit Aktion Mensch-Nutzerkonto

Melde dich an und diskutiere mit!

Als Gast

Gib deinen Namen oder ein Pseudonym sowie deine E-Mail-Adresse an und kommentiere als Gast:

Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.


Filter

Schlagwort


Tags

In Vorfreude Gutes tun

Dein perfektes
Weihnachtsgeschenk

Ein Jahreslos der
Aktion Mensch

Jetzt Los kaufen

So kannst du beitragen

Freiwillig engagieren oder Projekt starten

Über Inklusion informieren

Die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen

Noch kein
Geschenk?