Aktion Mensch-Blog

Touchdown – Eine Ausstellung über das Down-Syndrom

Was wissen wir über Menschen mit Down-Syndrom? Die Ausstellung „Touchdown“ in Bonn zeigt die Kulturgeschichte des Down-Syndroms und wie Menschen lebten, leben und leben möchten – Menschen mit und ohne Down-Syndrom. Zum Projektteam gehören Anna-Lisa und Julia. Die beiden Frauen haben die Ausstellung mitgeplant und informieren jetzt Besucher über ihr Leben mit dem Down-Syndrom in Tandem-Führungen. Mit uns haben sie darüber gesprochen.

Britt Schilling

Julia

Britt Schilling

Anna-Lisa

Wie ist es für Dich, Teil des TOUCHDOWN-Ausstellungsteams zu sein?

Anna-Lisa: Finde ich gut, dass ich da drin bin. Weil das interessant ist, dass ich in diesen Team bin. Dass wir über die Judith Scott gelernt haben. Und über den John Langdon-Down erforscht haben. Darum ist das entstanden, die Ausstellung: im Team. Das finde ich echt super. Weil das interessiert mich sehr, diese Ausstellung.

Julia: Die Ausstellung ist ja das Finale vom Forschungsprojekt TOUCHDOWN 21. Im Forschungsprojekt bin ich im Beirat. Und ich habe auch viele Texte geschrieben für die Ausstellung. Ich wollte sehen, wie die Ausstellung bei den Leuten ankommt. Deshalb mache ich auch Tandem-Führungen mit. Die Leute im Museum sind sehr nett und sind genauso begeistert wie ich.

Wie war die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern im Museum?

Anna-Lisa: Ich arbeite gerne mit meinem Tandem-Partner Sebastian. Das finde ich echt toll. Wir sind jetzt auch Freunde bei Facebook.

Wurdest Du, bei der Entwicklung der Ausstellung, als Expertin ernst genommen?

Anna-Lisa: Meine Meinung war, dass alle anderen Leute, die mir zugehört haben, mich als Expertin ernst genommen haben. Die haben alle applaudiert nach der Tandem-Führung.

Julia: Ich habe viele Sachen in der Ausstellung. Das kann ich den Leuten gut mit meiner Tandem-Partnerin erklären. Ich werde im Museum ernst genommen. Bei der Presse, bei meiner Rede und bei den Führungen. Alle waren aufmerksam. Wir Menschen mit Down-Syndrom sind die Hauptpersonen. Das verstehen die Leute.

Anna-Lisa: Vor der Ausstellung habe ich gesagt: Ich will über den John Langdon-Down reden in der Tandem-Führung. Jetzt ist das so, dass ich in der Ausstellung über den John Langdon-Down rede. Weil der der Entdecker des Down-Syndroms ist.

Gab es Begegnungen auf Augenhöhe?

Anna-Lisa: Ja, zum Beispiel mit Dr. Katja Weiske. Wir haben bei einem Kongress in Bielefeld ein Vortrag gehalten. Wir haben das Forschungs-Projekt TOUCHDOWN 21 vorgestellt. Durch die Zusammenarbeit mit allen Leuten mit und ohne Down-Syndrom habe ich sehr viel gelernt.

Was ist Dein Lieblings-Exponat?
Anna-Lisa:
Der Chromosomen-Teppich von Jeanne Marie Mohn.

Julia: Mein Lieblings-Exponat sind die Eier. Diese Idee stammte von mir. Wenn ich über das Exponat erzähle, hören alle zu. Bei dem Exponat geht es um das Thema Schwangerschaftsabbruch.

Welche Themen mussten unbedingt in der Ausstellung sein? Warum?

Anna-Lisa: Ich will, dass alle wissen: Menschen mit Down-Syndrom können lesen, schreiben und rechnen. Das können die lernen! Und Kopfrechnen auch. Und dass die schlau sind!

Wie fühlt es sich an, wenn Du durch die fertige Ausstellung läufst?

Anna-Lisa: Ich war gerade eben drin. Es ist sehr schön, in der Ausstellung zu sein. Ich will immer und ewig wiederkommen. Ich bin stolz.

Julia: Wenn ich durch die Ausstellung gehe und sie erkläre, fühle ich mich gut. Ich finde die Ausstellung ist ein absoluter Hit. Alle Leute, die ich kenne, staunen über diese Ausstellung: Einmalig! Super! Sehr informativ! Schön aufgebaut! Toll erklärt!

 

Link-Tipps:

Touchdown“ in Bonn: Mehr zur Ausstellung über die Kulturgeschichte des Down-Syndroms findest du hier.

Touchdown“ im Fernsehen: Auch das ZDF-Magazin MENSCHEN hat über die Ausstellung berichtet.

Alle Besucherinfos und Online-Tickets zur Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn gibt's hier.

Hier findest du die Besucherinfos der Bundeskunsthalle in Bonn auch in Leichter Sprache.

TOUCHDOWN 21 – mehr Infos zum Forschungs-Projekt mit und über Menschen mit Down-Syndrom gibt's hier.

Du willst mehr über das Projekt „Ohrenkuss“ wissen? Hier entlang.

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