Inklusion, Aktion Mensch-Blog

Studenten machen sich stark für Inklusion

Unter dem Motto "Menschen gestalten Zukunft – Inklusiv und selbstbestimmt" veranstalten angehende Heilerziehungspfleger des Robert-Wetzlar-Berufskollegs in Bonn einen Aktionstag, um auf Inklusion aufmerksam zu machen.

"Viele Menschen wissen immer noch nicht, was Inklusion ist. Das versuchen wir zu ändern", sagt Freda Chatzigiannakou. Die 22-Jährige studiert an der Fachschule für Heilerziehungspflege des Robert-Wetzlar-Berufskollegs in Bonn. Sie und ihre Kommilitonen machen am 18. Mai mit vier Aktionen im Bonner Stadtgebiet auf das Thema Inklusion aufmerksam. "Menschen gestalten Zukunft – Inklusiv und selbstbestimmt" lautet das Motto, mit dem die angehenden Heilerziehungspfleger die Werbetrommel rühren wollen für die Idee einer Gesellschaft, die von Anfang an niemanden ausgrenzt und in der Menschen mit Behinderung die gleichen Rechte und Chancen haben wie Menschen ohne Behinderung.

"Bon(n) Appetit"

"Bon(n) Appetit – Der schmackhafte Weg zur Inklusion" ist das erste von vier Projekten. Von 13 bis 17 Uhr wird auf dem Bottlerplatz in der Bonner Innenstadt eine Tafel gedeckt. Jeder ist eingeladen, etwas zu essen und zu trinken mitzubringen und es mit anderen Gästen zu teilen. In gemütlicher Runde wollen die Studierenden Passanten das Thema Inklusion schmackhaft machen. Unterstützt werden sie dabei von Menschen mit Behinderung aus dem Therapiezentrum Bonn/Beuel, die davon berichten, wo sie persönlich im Alltag auf Barrieren und Ausgrenzung stoßen.

"Blind Kick"

Ein Freundschaftsspiel im Blindenfußball zwischen dem Blindenfußballverein PSV Köln und der ersten Mannschaft des Bonner SC wird um 11 Uhr in der Sportmeile angestoßen. Interessierte ohne Sehbehinderung können im Anschluss selbst ausprobieren, wie man eigentlich Fußball spielen kann, ohne sehen zu können.

"Gemeinsam Träumen"

Beim Projekt "Gemeinsam Träumen" von 11 bis 16 Uhr auf dem Friedensplatz geht es schließlich um Kreativität. Auf einer 15 Meter langen Leinwand sind alle Interessierten eingeladen, ihre Ideen und Gedanken zum Thema Inklusion umzusetzen – getreu der inklusiven Idee, dass Vielfalt und Individualität die Gesellschaft ausmachen (sollen).

"Geo Caching – die etwas andere Schnitzeljagd" startet schließlich um 12 Uhr auf dem Friedensplatz. Menschen mit und ohne Behinderung machen sich gemeinsam mit GPS-fähigen Geräten auf die Schatzsuche in der Innenstadt.

"Wir würden uns freuen, wenn die Stadt am 18. Mai voll ist und viele Menschen an unseren Aktionen teilnehmen", sagt Freda Chatzigiannakou. Sie und ihre Mitschüler haben sich zusammen mit zwei Lehrerinnen für das Projekt mächtig ins Zeug gelegt und sogar eine Website mit dem Programm und Hintergründen rund ums Thema Inklusion erstellt. Ihr Anliegen beschreiben sie dort so: "Bei Inklusion geht es darum, jeden Menschen in unsere Gesellschaft einzubeziehen und alle an unserem gemeinsam Leben teilhaben zu lassen. Egal, welche Religion, welche Hauptfarbe, welche Herkunft, on Mann oder Frau, jung oder alt, ob mit oder ohne Behinderung."


Linktipps:
Mehr Infos zum Projekt "Menschen gestalten Zukunft – Inklusiv und selbstbestimmt"
Ein Fest für Körper und Sinne. Ein Blogbeitrag von Carin Kühne über ein großes Inklusionsfest in Wiesbaden
Eine Kultur mehr: Gebärdensprache. Ein Blogbeitrag von Ulrich Steilen über die Kulturtage der Gehörlosen in Erfurt
Sinnesparcours zum 5. Mai in Frankfurt. Ein Blogbeitrag von Eva Keller über Selbsterfahrungen beim Aktionstag am 5. Mai

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