Freiwilliges Engagement, Aktion Mensch-Blog

Sporthelfer werden – mit oder ohne Rolli

Der DJK Sportverband in Köln bildet Schüler in inklusiven Gruppen zu Sporthelfern aus. Die Jugendlichen lernen, wie sie selber Sportangebote gestalten können. Cony und Marcel haben mitgemacht und engagieren sich jetzt als Sporthelfer an ihrer Schule.

Marcel und Cony von der Anna-Freud-Schule

Seit 2010 bietet der DJK Sportverband e. V. die Ausbildung zum Sporthelfer und zum Sportassistenten in inklusiven Gruppen an. Die Schüler helfen später bei der Durchführung von AGs, Schulfesten und bewegten Pausen. Auch Cony und Marcel von der Anna-Freud-Schule in Köln haben an der Ausbildung teilgenommen und sorgen seitdem für neuen Schwung in der Schule.

Marcel und Cony, die Rollstuhlfahrerin ist, sind beide sportbegeistert und waren in der 11. Klasse, als sie von der Möglichkeit erfuhren, eine Sporthelfer-Ausbildung machen zu können. Über fünf Wochen an jeweils einem Schultag bekamen sie das Rüstzeug zum Sporthelfer. „Wir haben erfahren, wie man eine Sportstunde aufbaut“, berichtet Marcel. „Und wir haben viele Spiele gelernt, die so aufgebaut sind, dass sie allen Spaß machen“, erläutert Cony. So lernten sie eine Mischung aus Fußball und Basketball kennen, bei dem die Rollstuhlfahrer den Ball für einen kurzen Moment in die Hand nehmen dürfen. Die Teilnehmer der Schulung probierten selber Spiel-Ideen aus und merkten, welche Kniffe notwendig sind, um ein Spiel für alle spannend zu machen. Außerdem gehörten Erste Hilfe, rechtliche Fragen und Deeskalationsstrategien zur Ausbildung.

Nach dem Kurs wollten beide ihr Wissen auch einsetzen. Cony und Marcel beschlossen, das Pausenangebot der Schule zu unterstützen. In der Bewegten Pause koordinierten die beiden Sporthelfer das Angebot für die 5. und 6. Klasse.

Anderthalb Jahre lang engagierten sich Marcel und Cony für die jüngeren Mitschüler. Jetzt sind beide in der 13. Stufe, und weil bald das Abitur ansteht, muss der freiwillige Einsatz erst einmal hinten anstehen. Wenn es die Zeit wieder zulässt, wollen sie an der Folge-Ausbildung Sporthelfer II teilnehmen.

Cony erinnert sich gerne an die Schulung: „Es war wie Extra-Sportstunden, nur schöner!“ Außerdem hat sie erlebt, was gemeinsamer Sport bei anderen Schülern auslösen kann, die bisher keinen gemeinsamen Unterricht mit Rollstuhlfahrern hatten. Nicht nur einmal hat sie den Satz gehört: „Echt, das kannst du auch, das wusste ich gar nicht.“

Weitere Informationen zu dem Angebot: http://www.djkdvkoeln.de. Weitere Engagement-Möglichkeiten finden Sie auch in der Freiwilligendatenbank.

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