Inklusion, Aktion Mensch-Blog

Schönheit für alle?

Kennen Sie auch Tage, an denen Sie das Bedürfnis haben, ALLES zu ändern? Sie wollen Ihren Look verändern, Sie wollen nach einem neuen Duft riechen, und Sie brauchen dringend einen neuen Haarschnitt? Ich auch. Solche "Überfälle" habe ich insbesondere bei Sommeranbruch und wenn ich einen neuen Mann in meinem Leben habe. So wie neulich.

Endlich saß ich vor dem Spiegel bei einem Friseur. Endlich habe ich einen Friseur gefunden, der zu keinem Fundraising-Unternehmen gehört und dennoch ebenerdig ist. Endlich versteht er meine Wünsche und versucht, sie zu erfüllen. Das Ende der Beautyrituale ist noch lange nicht in Sicht; ich tippte "Nagelstudio ebenerdig" in mein Smartphone ein. Es gab natürlich keinen offensichtlichen Treffer.

Aber was wäre, wenn ...

Was wäre, wenn es ein Kosmetiksalon gäbe, in dem alles barrierefrei ist? Der Friseurstuhl höhenverstellbar und mit Gurten versehen, die für bestimmte Art der Behinderung notwendig wären. Mit Fußstützen und abnehmbaren Armlehnen. Ein Waschbecken, das beweglich, in der Höhe verstellbar und flexibel in jede Richtung ist – ja, das wäre großartig! Selbstverständlich wäre das Nagelstudio dort integriert.

Wellness für alle

Wie gerne würde ich mal in einen der Spa-Bereiche eintauchen. Entspannung und Kräftetanken für den Alltag ... Doch allein bei dem Gedanken daran fallen mir zahlreiche Gründe ein, woran es scheitert: Oft sind die Liegen in Spa-Bereichen zu hart, insbesondere die aus Stein gemachten Liegen im Hamam. Die Räumlichkeiten sind gelegentlich zu warm, um einen elektrischen empfindlichen Rollstuhl mitzunehmen – eine andere Möglichkeit hat man jedoch nicht. Es gibt noch keinen Spa-Bereich, in dem ein Duschstuhl oder ein Lifter zu Verfügung stehen würde.

Die Ideen für die Umsetzung der individuellen Bedürfnisse hören nicht auf ... Man bräuchte einen Wellnessbereich für alles! Und für alle!

Naja, immerhin habe ich endlich jemanden gefunden, dem ich meinen Haarschnitt anvertraue und dessen Salon auch noch für mich als Rollstuhlfahrerin zugänglich ist! Die Toilette ist – wie immer?! – im Keller, aber es macht nichts. Ich bin auch so glücklich und sage: "Ich hätte heute gern viele Stufen ..." – und muss über mich selbst lachen. Wer hätte gedacht, dass ich mir freiwillig viele Stufen wünschen würde?


Linktipps:
Das Handlungsfeld Barrierefreiheit der Aktion Mensch
Ein unvergesslicher Abend in Hamburg. Ein Blogbeitrag von Anastasia Umrik über Barrieren des Feier-Abends
Partnersuche inklusiv: Ein Experiment. Ein Blogbeitrag von Anastasia Umrik über Partnersuche im Internet als Mensch mit Behinderung

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