Aktion Mensch-Blog

Reaktionsschnell im Tor und am Telefon

Gleich zwei Jobs macht Mehmet Akdogan bei der Aktion Mensch: Er ist routinierter Mitarbeiter im Servicecenter und in diesem Jahr zusätzlich zuständig für die Betreuung der Gäste des internen Jubiläumsfests. Nach Feierabend hält er als Torwart den Kasten der Aktion Mensch-Freizeitkicker sauber – und schießt dabei auch mal ein Tor.

Mehmet Akdogan mit seinem Aktion Mensch-Trikot

Nur noch fünf Minuten bis Spielende und Torwart Mehmet Akdogan ist sauer: Seine Mannschaft, die Betriebssportgruppe (BSG) Aktion Mensch, liegt in einem der letzten Spiele der Saison 2013/2014 mit 0:2 zurück. Die fünf Feldspieler spielen zwar schön und dribbeln emsig über das Kleinfeld – aber sie schießen nicht aufs Tor, ärgert er sich. Dabei wären die drei Punkte aus diesem Spiel doch so wichtig für den Aufstieg der Mannschaft in die Erste Liga des Betriebssportkreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg. Mehmet Akdogan hält es nicht mehr im Tor. Er läuft in bester Manuel-Neuer-Manier zur Mittellinie und als der Ball zu ihm kommt, nimmt er ihn direkt an und versenkt ihn trocken aus 30 Metern Entfernung im gegnerischen Tor. Das bringt die Wende: Schnell fällt das 2:2 und in der letzten Minute gelingt den Aktion Mensch-Kickern sogar noch der Siegtreffer. Der Aufstieg ist perfekt.

„Das Spiel war schon cool, es war bisher das Highlight“, erzählt Mehmet Akdogan. Der gelernte Industriekaufmann hat 2008 als Leiharbeitnehmer im Service der Aktion Mensch begonnen und ist seit 2010 in der Abteilung Kundenmanagement und Vertriebscontrolling fest angestellt. 2012 gehörte der fußballbegeisterte gebürtige Bad Godesberger (ein Bonner Stadtteil) zu den Gründungsmitgliedern der BSG Aktion Mensch. Die kleine Gruppe von sechs Aktion Mensch-Mitarbeitern sucht in erster Linie Spaß und „ein bisschen ausgleichenden Sport“, ist dabei aber recht erfolgreich. Die Mannschaft marschierte durch zwei aufeinanderfolgende Aufstiege von der dritten bis in die erste Liga der Betriebssportteams der Region durch und nimmt heute einen der oberen Tabellenplätze ein.

Mehmet Akdogan begann mit zwölf Jahren in Bonn beim SSV Plittersdorf Fußball zu spielen. Auf dem Rasen dieses Vereins, nicht weit entfernt von der Aktion Mensch-Zentrale, kickt er heute auch mit der Betriebssportgruppe. Bei der BSG ist Akdogan nicht auf die Rolle des Torwarts festgelegt: „Der Trainer sagt, ich bin Mädchen für alles: Ich kann vorne, hinten und im Mittelfeld spielen.“ Er fing im Sturm an, aber seitdem der Torwart aufhörte, spielt Akdogan bei der BSG im Tor. Jeden Montag trifft er sich mit den Kollegen gegen 19 Uhr zum Spiel. „Wir trainieren gar nicht, wir spielen ausschließlich“, erzählt der 31-Jährige. Das Team tritt gegen andere Feierabendteams an, die etwa von der Deutschen Welle oder der Bad Godesberger Polizei kommen. „Die Aktion Mensch unterstützt uns dabei finanziell und spendiert die Trikots.“

Dass er flexibel ist, beweist Mehmet Akdogan auch bei seinem Job bei der Aktion Mensch. Normalerweise beantwortet er im Servicecenter im Erdgeschoss am Telefon, per Post oder E-Mail routiniert Fragen von Kundinnen und Kunden zur Lotterie und den Losvarianten, nimmt Adress- oder Namensänderungen oder Bankverbindungen auf. Seit einigen Monaten hat er aber noch eine zweite Aufgabe, für die er an einem Teil seiner Arbeitszeit in ein Büro im dritten Stock wechselt: Akdogan unterstützt das Teilnehmermanagement der internen Festveranstaltung zum 50-jährigen Bestehen der Aktion Mensch am 7. Oktober in Berlin.

„Dazu sind die Mitarbeiter der Aktion Mensch und darüber hinaus Gäste eingeladen, die uns auf unserem Weg begleitet haben und mit uns verbunden sind“, erzählt Akdogan. Nachdem alle Einladungen verschickt sind, fungiert Akdogan im Vorbereitungsteam als Ansprechpartner für alle Fragen der Gäste. „Momentan läuft die Anmeldephase. Die Leute rufen bei mir beispielsweise an, weil sie wissen wollen, wie sie zur Halle kommen oder ob sie noch jemanden mitbringen können.“ In diesen Tagen fängt Mehmet Akdogan damit an, all jene zu kontaktieren, die sich auf die Einladung noch nicht zurückgemeldet haben. Kurz vor der Veranstaltung geht sein Job in Berlin in die heiße Phase. „Wir machen dort die letzten Checks. Ich werde am Begrüßungs-Stand sitzen und die Gäste willkommen heißen, die ich teilweise ja schon vom Telefon kenne.“

Die wichtigste Eigenschaft, die man für seine zwei Jobs haben muss? „Empathie“, antwortet der 31-jährige sofort. „Man sollte sich in die Leute und ihre Situation hineinversetzen können. Auch flexibel muss man sein und immer ziemlich schnell schalten, was Sache ist.“ Damit hat Mehmet Akdogan keine Probleme, weder als Servicemitarbeiter noch als Hobbytorwart.


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