Aktion Mensch-Blog

#otc16: Barrieren gemeinsam überwinden

Rund 100 Menschen haben auf dem openTransfer Camp Inklusion in München über Inklusion, (digitale) Barrierefreiheit und virtuelle Sozialräume diskutiert. Johannes Mirus und Sascha Foerster waren für uns dabei.

Viele Ideen: Großes Interesse am Sessionplan auf dem OpenTransfer CAMP

Andi Weiland | openTransfer CAMP

Samstag, 9:52 Uhr in München: Los geht's! Wir kommen im Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) an, füllen schnell unsere Namensschilder aus und stürzen uns neugierig ins Getümmel. Wir sind gespannt, über welche Themen wir heute sprechen werden und wie die Stimmung insgesamt ist.

Wir brauchen mehr Räume!

Die erste Überraschung: Viele der Besucher sind „Wiederholungstäter“ und kennen sich schon mit Barcamps aus. Entsprechend routiniert verläuft die Sessionplanung. Bei Barcamps ist es ja immer so, dass die Besucher zusammen das Programm zusammenpuzzeln. Jeder kann eine Session vorschlagen. In München gibt es so viele Ideen, dass spontan zusätzliche Räume geschaffen werden, damit auch alle vorgeschlagenen 20 Sessions stattfinden können. Am Ende wird immer zeitgleich in jeweils fünf Räumen diskutiert.

Barrierefreie Karten und inklusive Mode

Barrierefreiheit, das ist eins der Hauptthemen von diesem openTransfer Camp, und gleich zu Beginn geht es dann in zwei Sessions parallel um Barrierefreiheit in Stadtplänen. Es gibt zwei unterschiedliche Ansätze, mit denen sich jeweils eine Gruppe beschäftigt: Informationsgewinnung in einer kleinen Community, die durch eine Kontrollinstanz für eine hohe Qualität der Informationen sorgt – wie am Beispiel CBF München ersichtlich – oder die Open-Source-Variante TransforMap, bei der jeder Interessierte Daten hinterlassen kann. Nach etwa der Hälfte der Zeit zeigt sich, warum Barcamps eine tolle Konferenzform sind: Spontan werden die beiden Sessions zusammengelegt, sodass alle Beteiligten miteinander diskutieren und sich vernetzen können. Vielleicht entsteht ja im Nachgang eine noch bessere Lösung, die alle Wünsche berücksichtigt.

In einer anderen Session präsentiert Cinderella Glücklich ihre Idee von „Fashion für alle“. Sie selbst stellt immer wieder fest, wie wenig Mode es für sie als Rollstuhlfahrerin gibt, und gleichzeitig, wie überfordert viele Verkäufer mit der Situation sind, wenn sie um Rat gebeten werden. Sie möchte das mit einem Online-Projekt ändern und sucht noch Unterstützung.

Diskussionen und schlaue Sätze

Das Schöne bei BarCamps ist auch, dass man mit vielen Menschen ins Gespräch kommt. Das passiert ganz automatisch. Zum einen, weil man nie alle Sessions besuchen kann, die man gerne besuchen würde – und wissen möchte, was man verpasst hat. Zum anderen aber auch, weil man über Themen weiter sprechen möchte. Zum Beispiel über die geplante Studie zum Medienkonsum von Menschen mit Behinderung. Oder auch über die Frage, ob Social Media ein Sprachrohr für Menschen mit Behinderung sein kann.

Was wir neben viel Input mit nach Hause nehmen, ist dieser Satz von einem Besucher: „Wir sollten aufhören, von Inklusion zu reden und einfach ‚alle‘ sagen und meinen.“

 

Ein Blogbeitrag von Sascha Foerster und Johannes Mirus

 

Linktipps:

Storify: Social-Media-Rückblick auf das openTransfer Camp Inklusion in München

openTransfer CAMP Inklusion 2016: Sessionplan mit allen vorgestellten Themen

Begleitende Blogparade zum Thema „Wie kommt Barrierefreiheit im Netz voran?“

„Wir schauen dorthin, wo es noch hapert“. Ulrich Steilen über das openTransfer CAMP Inklusion 2015 in Dortmund

Was bedeutet eigentlich Barrierefreiheit im Internet? Domingos de Oliveira über ein Netz für alle

Unbehindert aktiv. Domingos de Oliveira über mangelnde Barrierefreiheit von Tools für Online-Aktivisten mit Behinderung

Mehr Infos und Links gibt's im Themenfeld Barrierefreiheit der Aktion Mensch

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