Filmfestival, Aktion Mensch-Blog

Neue Wege gehen

„Es ist ein Unterschied, ob man den Weg nur kennt oder ob man ihn beschreitet“, heißt es im Grußwort des Bonner Oberbürgermeisters, Jürgen Nimptsch, für das inklusive Filmfestival in seiner Stadt. Inklusion bedeutet neue Wege zu gehen, Grenzen auszuloten, sich diese bewusst zu machen – und manchmal auch zu überschreiten. Die sechs Filme von „überall dabei“ bringen Grenzgänger auf die Leinwand und beschreiten mit ihnen neue Wege – diese Woche in Kassel, Aachen, Bielefeld und Bonn.

Da ist zum Beispiel der Weg von Alex, im schwedischen Spielfilm „Die Kunst sich die Schuhe zu binden“. Alex verliert seinen Job als Schauspieler am Theater, weil er immer wieder „aus der Reihe tanzt“. Das bringt auch für seine Freundin Lisa das Fass zum Überlaufen. Sie setzt ihn vor die Tür. Das Arbeitsamt bietet dem mittellosen Alex einen Job als Assistent bei einer Gruppe von Menschen mit geistiger Behinderung. Zunächst wenig begeistert, willigt er schließlich ein und entdeckt ganz neue Seiten des Lebens. Und dann motiviert er die Mitglieder der Gruppe, ihre Talente zu nutzen, und ermutigt sie, auf die Bühne zu gehen…

Eröffnung mit „Die Kunst sich die Schuhe zu binden“

Die Wege von „überall dabei“, dem inklusiven Filmfestival, das noch gut einen Monat durch Deutschland tourt, führen in dieser Woche gleich in vier Festivalstädte: Kassel, Aachen, Bielefeld und Bonn laden ab Mittwoch, 10. April, zum barrierefreien Kinovergnügen ein. Saarbrücken folgt Donnerstag nächster Woche, 18. April.
Als Eröffnungsfilm läuft „Die Kunst sich die Schuhe zu binden“ mit Protagonist Alex am Donnerstag, 11. April, sowohl in Bonn als auch in Bielefeld und Aachen. Aber auch in allen anderen Festivalstädten kommt der auf der wahren Geschichte des schwedischen Glada Hudik Theaters beruhende Spielfilm auf die Leinwand.
Bereits diesen Mittwoch startet Kassel mit der Verfilmung eines ganz eigenen, mutigen und erfolgreichen Weges. Nämlich dem von Rachel Wotton im Dokumentarfilm „Rachels Weg. Aus dem Leben einer Sexarbeiterin“. Bis Sonntag hat das Kasseler Bali-Kino seine Türen für „überall dabei“ geöffnet.
Im Bielefelder Cinemaxx werden alle Filme des Festivalprogramms, mit Ausnahme von „Rachels Weg“ und „Mensch 2.0“, auch als Schulveranstaltungen angeboten. Nach den Filmvorführungen stehen die Filmpartner für eine Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung. Die Schulvorstellungen können als Vormittagsveranstaltungen stattfinden und bei der Stadtkoordination, der Bürgerinitiative Bürgerwache, gebucht werden.

Barrierefreies Kinovergnügen

Bleibt noch die Frage: Barrierefreies Kinovergnügen – was bedeutet das denn überhaupt? Nichts anderes, als dass alle Filme und auch die Veranstaltungen des Rahmenprogramms von Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam besucht werden können. Die Kinos sind barrierefrei zugänglich für Menschen mit Mobilitätseinschränkung. Keine Stufen, keine Treppen. Alle Filme verfügen über Untertitel für Hörgeschädigte. Für Schwerhörige besteht außerdem die Möglichkeit, Kopfhörer an den Kinokassen auszuleihen. Mit Hilfe einer Induktionsschleife empfangen Hörgeräteträger den Kinoton direkt über das Hörgerät. Blinde und sehgeschädigte Menschen können die Filme per Audiodeskription erleben. Und nicht zuletzt begleiten Gebärdendolmetscher alle Diskussionen im Anschluss an die Filme.
Das bedeutet Inklusion und Barrierefreiheit im Kino!

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