Freiwilliges Engagement, Aktion Mensch-Blog

Nebenbei ein Held

Anderen zu helfen macht glücklich! Das ist der Leitspruch der Freizeit-Helden aus Frankfurt am Main. Damit viele Menschen dieses Glück erleben können, haben die Helden eine Internetseite aufgesetzt, die freiwillig Engagierte unbürokratisch an soziale Projekte vermittelt. Karl Schmitt hat es ausprobiert.

Drei Studierende aus Frankfurt am Main haben sich von einem Projekt aus New York inspirieren lassen und Anfang 2011 die Plattform www.freizeit-helden.de gestartet. Die Idee dahinter: Wer sich engagieren will, soll das möglichst unkompliziert, auch kurzfristig und spontan tun können. Auf der Internet-Plattform stellen sich soziale Projekte vor und nennen konkret, welchen Zeit- und Personenbedarf sie haben. Bevor man ins Engagement starten kann, muss jeder einmal an einer sogenannten "Helden-Runde" teilnehmen. Bei dem lockeren Treffen erhalten die künftigen Freizeit-Helden alle wichtigen Informationen für ihren Einsatz als Ehrenamtliche.

Karl Schmitt erfuhr über einen Zeitungsartikel von den Freizeit-Helden. Ihn begeisterte die unkomplizierte Form, zu einer freiwilligen Tätigkeit zu kommen. Auf der Webseite entschied er sich für das Projekt Lesementoren. „Ich bin über die Helden-Seite erst auf die Idee gekommen, mich im Thema Lesen zu engagieren“, so Karl Schmitt. Über das Projekt wurde er an einen Grundschüler mit Leseschwäche vermittelt. Einmal in der Woche trafen sich die beiden für eine Stunde, damit der Schüler fit im Lesen wird. Die Schule des Jungen war nicht weit von Karls Arbeitsstelle entfernt, sodass das Engagement genau in die Mittagspause passte. „Das Tolle war zu sehen, dass das Projekt Früchte trägt“, berichtet Karl, der von der Lehrerin des Jungen erfuhr, wie dieser Fortschritte machte. Außerdem gefiel Karl der Freiraum, den er bei der Gestaltung der Lesestunde hatte. Er nutzte sein Engagement gleichzeitig, um sich selber weiterzubilden und etwas Neues zu lernen.

Anderthalb Jahre lang übte Karl mit dem Grundschüler das Lesen. Dann fehlte die Zeit, auch weil er mittlerweile in das Organisationsteam der Freizeit-Helden eingestiegen war. Seit fast zwei Jahren ist er jetzt dabei. Er betreut die Helden-Runden und den frisch initiierten Helden-Stammtisch. „Ich bin von der Idee total überzeugt. Denn oft ist es wirklich schwer, ein passendes Engagement zu finden“, erklärt Karl Schmitt.

Die Freizeit-Helden schaffen es – wie im Fall von Karl Schmitt – eine ehrenamtliche Tätigkeit zu ermöglichen, auch wenn wenig Zeit da ist. Sie vermitteln auch einmalige Engagement-Einsätze, wenn zum Beispiel Helfer für Veranstaltungen oder Feste gesucht werden.

Wer sich in der Rhein-Main-Region engagieren möchte, findet auf der Webseite der Freizeit-Helden viele Möglichkeiten: www.freizeit-helden.de.

Rund 14.000 weitere Engagement-Angebote in ganz Deutschland finden sich in der Freiwilligendatenbank.

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