Filmfestival, Aktion Mensch-Blog

Mit allen Sinnen

Potsdam verabschiedete sich beim "Sinnlichen Aktionstag" mit einer barrierefreien Museumsführung und Angeboten für die Familie vom Filmfestival "überall dabei". Abends rundeten die Filme "Blind" und "Die Kunst sich die Schuhe zu binden" den letzten Festivaltag ab.

Aktion Mensch / Ulrich Steilen

"Überall dabei" – das größte inklusive Filmfestival in Europa – das bedeutet nicht nur sechs internationale Filme zum Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung, sondern auch ein facettenreiches Rahmenprogramm. Zahlreiche Initiativen, Gruppen und Organisationen – die lokalen Filmpartner – bereichern das Festival. Sie informieren über ihre Arbeit, nehmen Teil an den Expertengesprächen nach den Filmvorführungen, bieten Workshops und barrierefreie Führungen an, verzaubern mit Musik oder Theater.

Basar und barrierefreie Traumfabrik

So auch gestern beim "Sinnlichen Aktionstag" in Potsdam, mit dem sich die brandenburgische Landeshauptstadt von "überall dabei" verabschiedet hat.
Auf dem Vorplatz des Filmmuseums Potsdam empfing der Verein Einzelfallhilfe Manufaktur die Festivalbesucher mit einem Malangebot für Kinder und Erwachsene. Und Mitarbeiter der "AKTIVA Werkstätten im Oberlinhaus" luden zum Stöbern auf einem Basar ein. Im Foyer des Filmmuseums zog die Oberlinstiftung mit einer interaktiven Ausstellung die ganze Aufmerksamkeit des Publikums auf sich: "Mit anderen Sinnen – Wie nehmen taubblinde Menschen die Welt wahr?", so der Titel der Ausstellung anlässlich des Jubiläums "125 Jahre Taubblindenarbeit in Deutschland".
Premiere dann im Filmmuseum selbst: Zum ersten Mal hat das Museum eine barrierefreie Führung durch seine ständige Ausstellung "Traumfabrik – 100 Jahre Film in Babelsberg" angeboten. Eine Gruppe von 15 Menschen mit Seh- bzw. Hörbehinderung begeisterte sich dabei für die Erzählungen der Museumspädagogin über Stars und Starlets wie Asta Nielsen oder die Filmaufnahmen zu "Die Nibelungen" mit Siegfried dem Drachentöter. Unterstützt wurde sie dabei von einer Gebärdendolmetscherin.
Klassisch und avantgardistisch zugleich präsentierte sich die anschließende Aufführung des Integrationstheaters Teufelssee. Klassisch wegen des gespielten Stücks – ein Ausschnitt aus Hamlet – mit Kronen, Schwertern und Samtkleidern, avantgardistisch wegen der Zusammensetzung des Ensembles: Schauspieler im Alter von 17 bis 62 Jahren, mit körperlicher oder geistiger Behinderung sowie ohne Behinderung.

Gemeinschaftswerk der lokalen Festivalpartner

Zum Abschluss des Aktionstages in Potsdam liefen der schwedische Spielfilm "Die Kunst sich die Schuhe zu binden" sowie der koreanische Thriller "Blind".
"Besonders beeindruckt hat mich, neben der Begeisterung des Publikums, die Unterstützung durch die lokalen Festivalpartner", resümierte Lena Hoffmann, Koordinatorin des Festivals in Potsdam. "Sie haben das Programm mitgetragen. Die vier intensiven Tage 'überall dabei' in Potsdam waren ein Gemeinschaftswerk par excellence."

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