Filmfestival, Aktion Mensch-Blog

"Mensch 2.0: Die Evolution in unserer Hand"

von Redaktion

"überall dabei", das Filmfestival der Aktion Mensch tourt weiter durch Deutschland mit sechs spannenden und interessanten Filmen. Als Vorgeschmack auf die nächsten Spielorte stellt die Redaktion des Filmfestival-Blogs jede Woche einen Film aus dem Festivalprogramm mit einem offiziellen Trailer und Informationen ausführlicher vor. Dieses Mal ist es "Mensch 2.0: Die Evolution in unserer Hand", den die Deutsche Film- und Medienbewertung mit dem Prädikat "besonders wertvoll" ausgezeichnet hat.

Was ist der Mensch? Wird aus ihm zukünftig eine Maschine? Was ist Bewusstsein und was künstliche Intelligenz? Die Regisseure Alexander Kluge und Basil Gelpke folgen diesen Fragen in ihrem Film "Mensch 2.0" und besuchen Robotiker, Neurologen und Ärzte. Roboter als Ebenbild des Menschen, als Hilfe im Alltag oder gar als neuer Körper? Einige Forscher meinen, dass sich Mensch und Maschine weiter verbinden - so wie wir uns mit Technik umgeben, wird sie auch im Körper eingesetzt werden. Mit Folgen für das Selbstverständnis des Menschen, für die Kommunikation, aber auch ganz konkret für die Pflege. Etwa, wenn Robo-Hunde über ältere Menschen wachen oder ein Exo-Skelett Menschen mit Querschnittslähmung wieder Kraft verleiht, um zu gehen. Die Frage, was den Menschen ausmacht, ist Kern des Films. Hat der Mensch seine Evolution jetzt selbst in der Hand oder beginnt mit den Androiden gar eine neue? Trotz unterschiedlicher Antworten - einig sind sich alle Wissenschaftler: das Jahrhundert der Biotechnologie verändert den Menschen wie nie zuvor

Die Deutsche Film- und Medienbewertung hat "Mensch 2.0" mit dem Prädikat "besonders wertvoll" ausgezeichnet.

Zu den Regisseuren

Alexander Kluge

Alexander Kluge ist Filmemacher, Fernsehproduzent, Schriftsteller und Rechtsanwalt. Kluge ist einer der bekanntesten Protagonisten des Neuen Deutschen Films und war im Jahr 1962 einer der Initiatoren des berühmten Oberhausener Manifests, der "Unabhängigkeitserklärung" des Neuen Deutschen Films. Er hat ein breites schriftstellerisches Werk verfasst, das filmtheoretische, politische, soziologische und literarische Schriften umfasst, darunter "Öffentlichkeit und Erfahrung" (mit Oskar Negt, 1972), "Geschichte und Eigensinn" (mit Oskar Negt, 1981) und "Chronik der Gefühle" (2000).

Kluge hat bisher 54 Kurz- und Langfilme publiziert, darunter bis Mitte der achtziger Jahre 13 abendfüllende Spielfilme. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören "Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos" (1968), "In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod" (mit Edgar Reitz, 1974) und "Die Macht der Gefühle" (1983).

Für sein Werk wurde Alexander Kluge mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Goldenen Löwen der Filmfestspiele in Venedig, dem Deutschen Filmpreis, dem Georg-Büchner-Preis und dem Adolf-Grimme-Preis.

Seit 1988 verantwortet Kluge mit der Produktionsgesellschaft dctp die unabhängigen Kulturmagazine in den sogenannten Kulturfenstern des deutschen Privatfernsehens und des Schweizer Fernsehens, zum Beispiel "10 vor 11" auf RTL und "News & Stories" auf SAT.1. Er versteht diese Magazine als radikale Alternative zum Spartenfernsehen und will der Nivellierung auf ein Durchschnitts-TV die Stimmenvielfalt eines Autorenfernsehens entgegensetzen. "Mensch 2.0" ist sein erster Kinofilm seit 1986.

Basil Gelpke

Basil Gelpke ist ein TV-Journalist und Filmregisseur in Zürich sowie Redakteur beim Schweizer Fernsehen seit 1986. Er war 1992/93 am Aufbau des Nachrichtensenders n-tv beteiligt. Seit 1993 ist Gelpke regelmäßiger Filmautor für NZZ Format, das Fernsehen der Neuen Zürcher Zeitung. Daneben dreht und produziert er Dokumentarfilme wie "Die künstlichen Paradiese" (1992), der für den Grimme-Preis nominiert wurde, "A Crude Awakening - The Oil Crash" (2006) und "Sacred and Secret - Das geheime Bali" (2010). Gelpke erhielt verschiedene Auszeichnungen, darunter den Filmpreis der Stadt Zürich, den Sol d'Or des Filmfestivals Barcelona und den Preis für den besten Dokumentarfilm beim Palm Beach Film Festival.

Mensch 2.0: Die Evolution in unserer Hand

Deutschland /Schweiz 2012, R.: Alexander Kluge & Basil Gelpke, 110 Min., FSK 0, Mit deutschen Untertiteln (auch für Gehörlose)/Audiodeskription/Tonfassung für Schwerhörige

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