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Louis-Braille-Festival: Drei Tage der Begegnung

Am vergangenen Wochenende fand in Berlin das Louis-Braille-Festival der Begegnung statt. Über 3.500 blinde, sehbehinderte, taubblinde und sehende Menschen besuchten das Tempodrom. Das Festival war damit die größte Veranstaltung für blinde und sehbehinderte Menschen, die jemals in Europa stattgefunden hat. Die Besucher feierten zu Live-Musik von Rock bis Fado, genossen barrierefreies Filmvergnügen im Hörfilm-Kino oder lauschten Blindenschrift-Lesungen.

Es war ein Fest der Begegnung. Immer wieder trafen sich alte Bekannte. Wildfremde Menschen aus ganz Deutschland – aber auch aus der Türkei, Kamerun oder China – lernten sich kennen. Jung und Alt betasteten gemeinsam Reliefbilder von Silja Korn oder Horst W. Müller. Sie lachten noch am Tag nach seinem Auftritt über das Kabarett-Programm von Robbie Sandberg. Sie tanzten zur Musik von Blind Foundation.

Und es war ein Fest der Aktion. Lange Schlangen bildeten sich vorm Fahrsimulator. Mutige kraxelten an der Kletterwand. Die Damen der Schöpfung nahmen am Schminkworkshop des Star-Visagisten René Koch teil. In zahlreichen weiteren Workshops entstanden Kunstwerke, wurden Tanzschritte geprobt und vieles mehr. 130 Tandem-Gespanne fuhren einen Corso durch die Hauptstadt. Beim Blindenfußball-Länderspiel gewann Deutschland gegen die Türkei mit 2:1. Bei der von Nina Ruge und Dietrich Plückhahn moderierten Quiz-Show traten blind-sehende Promi-Teams gegeneinander an.

Das Louis-Braille-Festival der Begegnung fand anlässlich des 100. Geburtstages des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) statt. Organisiert wurde es vom DBSV und vom Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin. Es wurde von der Aktion Mensch gefördert und von Bayer HealthCare mit einem 200-köpfigen Helferkontingent unterstützt. Renate Reymann, die Präsidentin des DBSV, zog nach drei Festival-Tagen eine positive Bilanz: "Die Menschen sind bereichert worden, haben neue Eindrücke und Anregungen erhalten, haben selbst erfahren und anderen gezeigt, welches Potenzial in ihnen steckt", sagte sie gegenüber DBSV-Direkt. Und weiter: "Dabei hat das Louis Braille Festival nicht allein nach innen, sondern auch nach außen gewirkt. Zum 100-jährigen Jubiläum des DBSV hätte ich mir kein schöneres Zeichen wünschen können: Die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe lebt!"

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