Inklusion, Aktion Mensch-Blog

Inkludiere dich selbst ...

... sonst inkludiert dich keiner!

"Internetforen für Autos = spätestens nach 3 Kommentaren Beleidigungen, Aggression, Streit und Markenkampf.
Internetforen für Gitarren = spätestens nach 3 Kommentaren Beleidigungen, Aggression, Streit und Markenkampf.
YouTube = unmittelbar Beleidigungen, Aggression und Streit.
Internetforum für Menschen mit Handicap = keine Beleidigungen, keine Aggression, kein Streit, und am Ende haben sich die Leute gegenseitig geholfen ... Fragt man sich, wer hier wirklich ein Handicap hat ..."
, schrieb neulich mein Kumpel Sandro auf Facebook. Ich musste schmunzeln und ihm leider kein Recht geben. Ich möchte nicht überheblich anmerken, dass ich schon mein ganzes Leben durch meine eigene Behinderung in der "Behindertenszene" unterwegs bin und vieles beobachten durfte, was vielleicht einigen im ersten Augenblick entgeht. Meine nichtbehinderten Freunde sprechen offen über ihre Fragen, ihre Vorurteile und ihr Unverständnis für manche Dinge an behinderten Menschen.

Was an dieser Stelle dennoch angemerkt werden sollte, ist, dass bei weitem nicht alle "Behinderten" so sind, wie ich sie im Folgenden beschreiben werde. Ich möchte aber auch den "Nichtbehinderten" das Gefühl geben und zeigen, dass sie nicht alles im Umgang mit behinderten Menschen falsch machen. Aus mir unbekannten Gründen wurde ich besonders in letzter Zeit von Freunden und Bekannten oft angesprochen, warum manche Rollstuhlfahrer "so asozial" wären. Als ich fragte, was genau sie damit meinen, erzählten sie über solche Situationen:

Im Öffentlichen Nahverkehr:
"Will man einem Rollstuhlfahrer helfen, dann brüllt schon mal einer los, wie ich denn darauf käme, er bräuchte Hilfe! Bietet man keine Hilfe an, kommen blöde Kommentare, man sehe doch, dass er nicht selbstständig aussteigen könne! Wie soll man richtig reagieren? Soll man Hilfe anbieten? Ich glaube, ich werde es in Zukunft lieber lassen ... Wenn jemand Hilfe braucht, wird er sich schon melden, und dann helfe ich gerne."

In der Freizeit:
"Bist du die einzige Rollstuhlfahrerin in Hamburg? Man sieht hier NIE andere Rollstuhlfahrer! Warum eigentlich? Man weiß, dass es einige 'von euch' gibt, aber man sieht selten mal einen feiern oder ausgehen. Allgemein kenne ich keinen behinderten Menschen persönlich. Schade, man könnte doch so einfach die Berührungsängste abbauen."

Auf die oben genannten Fragen wissen viele Rollstuhlfahrer nicht zu antworten. Auch ich nicht. Es gibt kein Erfolgsrezept für einen perfekten Umgang mit einem Menschen, der eine Behinderung hat.

Jeder hat es selbst in der Hand: Lächeln und vor die Tür gehen, dann klappt es auch mit der Inklusion.


Linktipps:
Berührungsängste abbauen. Ein Blogbeitrag von Carina Kühne über Probleme im Umgang mit Menschen mit Behinderung
Rock'n'Rolli:Party für Menschen mit und ohne Handicap. Ein Blogbeitrag von Katja Hanke über Inklusion im Club
Inklusion:Wer muss sich denn nun anpassen? Ein Blogbeitrag von Petra Strack über den Anteil von Menschen mit Behinderung an der Inklusion

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