Freiwilliges Engagement

Give Camp – IT-Profis helfen Non-Profits

Ein Give Camp bringt Software-Entwickler, Webdesigner und andere IT-Experten mit gemeinnützigen Organisationen zusammen. Die Non-Profits brauchen Unterstützung – zum Beispiel beim Programmieren einer Anmeldefunktion für ein Stipendiatenprogramm – die Fachleute spenden ihr Können und Wissen. Am Sonntagnachmittag sollen die Aufgaben erledigt sein. Auch die „Camper“ sind dann geschafft – nicht nur vom Arbeiten.

Am Freitagabend fiel der Startschuss für ein arbeitsreiches Wochenende. Rund ein Dutzend IT-Profis aus ganz Deutschland sind nach Berlin gekommen und haben sich in den Räumen von Rally Berlin, einem Ideen-Inkubator, versammelt. Non-profit-Organisationen wie Teach First, Ashoka Jugendinitiative, der Fairbindung e.V. oder Irrepressible Voices sind ebenfalls gekommen. Sie alle brauchen Verstärkung von IT-Profis und haben kein ausreichendes Budget: für die Weiterentwicklung von Software oder neuen Funktionalitäten auf der Website. In einer Vorstellungsrunde präsentieren sich die Projekte und stellen die Herausforderungen vor, mit denen sie zum Camp gekommen sind. Sie finden sich dann mit den Freiwilligen zusammen, die am besten bei der Lösung helfen können. Am Freitag wurde bereits mit der Arbeitsplanung losgelegt. Aber auch das Netzwerken und Feiern mit einem grandiosen Blick über die Stadt kamen nicht zu kurz. Erst um zwei Uhr ging es auseinander, um dann am Samstagmorgen durchzustarten.
Auch kommhelp war dabei. Es ist ein Verein, der sich seit 20 Jahren darum kümmert, dass Menschen mit schwersten Beeinträchtigungen mit ihrer Umgebung kommunizieren können. Sie konstruieren beispielsweise Kopfsteuerungen, mit deren Hilfe Eingaben in einen Computer gemacht werden können, und passen diese individuell an. Daneben entwickeln sie auf der Basis freier Software Programme, die es Menschen ermöglicht, mit der Hand oder sogar nur Blicken, Buchstaben auszuwählen und so Wörter und Sätze in einen Computer einzugeben. Julius Deutsch von kommhelp kam zum Give Camp, um die Software „Talkshow“ so weit zu entwickeln, dass sie in vollem Umfang eingesetzt werden kann. "Talkshow" ist ebenfalls eine Texterfassung mit einem intelligenten, selbstlernenden Verfahren, das die Eingabe von Buchstaben und Wörtern besonders komfortabel macht und Schreibgeschwindigkeiten erlaubt, die im Bereich der üblichen Schreibschrift liegen. Auf dem Give Camp hat Julius Deutsch Lorenzo kennengelernt. Der Software-Experte ist eigens aus Rom angereist und sitzt nun mit dem kommhelp-Team und einem weiteren Freiwilligen an einem Tisch, um in dem gesteckten Zeitrahmen die Software tatsächlich zur „Marktreife“ zu bringen. Am Sonntag, 16 Uhr ist dann „Code Freeze“, d.h. danach soll nicht weitergearbeitet werden und die Ergebnisse werden vorgestellt.
Die Köpfe, die hinter dem Give Camp stecken, sind Markus Schranner und Martijn Schreuder. Markus Schranner ist Managing Director, Europe bei Rally Berlin, einem Ort, an dem Menschen gemeinsam arbeiten, sich vernetzen, Ideen austauschen, diese weiterentwickeln und umsetzen. Martijn Schreuder startet gerade mit seinem Projekt Talentspender e.V. durch, das Experten als Freiwillige an Non-Profits vermittelt. Beide haben große Pläne. Sie wollen die Idee vom Give Camp in ganz Deutschland verbreiten. Anleitungen und Checklisten, wie man ein solches Event auf die Beine stellt, sollen bald online gehen.

Engagement-Möglichkeiten im Bereich Computer finden Sie in der Freiwilligendatenbank.

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