Inklusion, Aktion Mensch-Blog

Gemeinsam klasse

Fünf Trierer Schulen erhalten Unterstützung bei der Umsetzung von Inklusion

Knipseline / Pixelio.de

Ein Coach, der dann herbei eilt, wenn man nicht mehr weiter weiß – wer hätte sich das nicht schon mal gewünscht? Ganz sicher viele Lehrer landauf landab, die nun inklusiv unterrichten sollen – ohne vielleicht richtig darauf vorbereitet worden zu sein. Und selbst wer die Theorie drauf hat, kann in der Praxis manchmal guten Rat gebrauchen.

Hier setzt das Programm „Gemeinsam klasse“ an, mit dem die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und die örtliche Nikolaus-Koch-Stiftung fünf Trierer Schulen seit Juni 2013 unterstützen: An jede der Grund- und weiterführenden Schulen wird ein zweiköpfiges Coach-Team entsandt, das den Unterrichtsalltag beobachtet und die Lehrer berät, je nach Bedarf und individuell abgestimmt auf das Geschehen und die Kinder einer Klasse.
Zudem schließen sich an den Schulen die Lehrer in verschiedenen Projektgruppen zusammen – zum Beispiel um Fragen zu klären wie: Wie organisieren wir den Schulalltag neu? Wie beschreiben wir unsere (künftige) Schulkultur? Wie gehen wir eigentlich künftig mit Noten um? Diese Runden werden ebenfalls von den Coaches moderiert, die selbst erfahren sind in der inklusiven Arbeit mit Kindern und Jugendlichen – viele sind Lehrer, andere Sozialpädagogen oder Sonderpädagogen.

Besser als ein dickes Handbuch
Dieses „Training on the Job“, bei dem die Coaches gemeinsam mit den Lehrern Methoden und Instrumente zum Umgang mit Vielfalt entwickeln und erproben, ist aber nur eine Facette des Programms. Darüber hinaus bekommen die Lehrer auf Fortbildungen Grundlagen zu inklusiver Pädagogik vermittelt, und auf Treffen mit den anderen „Gemeinsam klasse“-Schulen und den Stiftungen können sie Erfahrungen und Wissen austauschen. Das lohnt sich, denn in einigen der beteiligten Schulen sind – ganz der Idee der „multiprofessionellen Teams“ folgend – nämlich neben den Lehrern bereits Sozialpädagogen im Einsatz.

Das Programm, das bis Ende 2015 läuft, wird von der Uni Trier wissenschaftlich begleitet. Ein Ergebnis dürfte jetzt schon feststehen: Ein gezielter Tipp ist manchmal hilfreicher als ein dickes Handbuch.

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