Freiwilliges Engagement, Aktion Mensch-Blog

Freiwillige „Greeter“ zeigen Besuchern ihre Stadt

„Komm als Besucher – geh als Freund“, so lautet das Motto der weltweiten Greeter-Bewegung. Greeter sind freiwillig Engagierte, die Besuchern ihre Stadt zeigen: individuell, kostenlos und nachhaltig. Die Idee verbreitet sich rasant in Deutschland.

Eine Greeterin (links) mit einer Berlin-Besucherin

Drei Jahre ist es her, da hatte Philipp Wilimzig einen Artikel darüber gelesen, wie in Paris ganz normale Bürger Besuchern ihre Stadt zeigen: jenseits der ausgetretenen Touristenpfade, persönlich, selbstbestimmt und ohne dafür Geld zu nehmen. Er war sofort von der Greeter-Idee begeistert und wollte Zuhause in Berlin bei den Greetern mitmachen. Erstaunt stellte er fest, dass es noch gar keine Greeter in Berlin gab. Seine Konsequenz: Er gründete selbst die Berliner Gruppe.

Und das geht ganz einfach:Man meldet sich beim weltweiten Greeter Network und erklärt, dass man die allgemeinen Grundsätze der Bewegung teilt - dann kann es schon losgehen. Da die „Greets“, die gemeinsamen Stadtgänge, in der Regel online vermittelt werden, musste als erstes eine Website erstellt werden. Schnell fand Wilimzig Mitstreiter, von denen einige programmieren konnten. Inzwischen sind es rund 70 Freiwillige, die unregelmäßig Berlin-Besucher an die Hand nehmen.

So wie Katarina Peranic, die ihre Gäste am liebsten durch „ihren“ Kiez, den Friedrichshain, führt. Mal ist es ein Pärchen aus der Provence, mal ein Trio aus Spanien oder es sind zwei Freundinnen aus Moskau, die Berlin auf eine etwas andere Art kennenlernen möchten. Katarina Peranic kann sich je nach Zeit und Lust völlig frei einteilen, wann sie die nächsten Besucher begleitet. Dabei werden nicht nur die eigenen Geheimtipps preisgegeben, auch der Greeter selbst erfährt eine Menge über die Besucher, das Land, aus dem sie kommen, und oft genug folgt die Einladung, die Rollen zu tauschen und sich in der Heimatstadt der Besucher zu treffen. Ganz nebenbei kann der Greeter auch seine Fremdsprachenkenntnisse auffrischen.

Entstanden ist die Greeter-Idee 1992 in New York City. Lynn Brook wollte New York-Besuchern einen besseren Eindruck von der Stadt und ihren vielen Facetten vermitteln und zeigen, wie sie den Big Apple wahrnahm: als liebenswerte Stadt bestehend aus vielen kleinen Nachbarschaften und völlig unterschiedlichen Menschen. Heute engagieren sich dort allein 300 Ehrenamtliche, und die Greeter-Bewegung verbreitet sich von hier aus in der ganzen Welt.

In Deutschland haben sich vor wenigen Jahren die ersten Greeter-Teams in Berlin, Hamburg und München gegründet. Aber nicht nur in großen Städten sind Menschen von der Idee begeistert, Reisenden ihre Stadt zu zeigen: im Landkreis Rhein-Ahr haben sich Freiwillige zu einer Greeter-Gruppe zusammengetan. Weitere Initiatoren und Reiseführer sind immer willkommen.

In der Freiwilligendatenbank finden Sie viele weitere interessante Angebote.

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