Freiwilliges Engagement

Feste feiern – für einen guten Zweck

Wie sieht das perfekte Engagement aus? Wenn man mit guten Freunden das Hobby, das man schon zum Beruf gemacht hat, mit einem gutem Zweck verbindet. Für die drei Jungs vom Hamburger Verein „Clubkinder“ heißt das: Konzerte, Lesungen und andere Events organisieren, junge Talente nach vorne bringen und in viele glückliche Gesichter schauen

Jannes Vahl, Joko Weykopf und Mario Wiescher von der Großen Freiheit 36 (v.l.n.r.) Foto: Clubkinder

Jannes Vahl ist - neben Joko Weykopf und Benjamin Dohmann - einer der Erfinder des Hamburger Vereins „Clubkinder“. Er kam zum Studium nach Hamburg, fing an, für verschiedene Stadtmagazine zu schreiben, war jeden Abend unterwegs, kannte in Kürze Gott und die Welt des Hamburger Nacht- und Kulturlebens, war am Ende Redaktionsleiter der „Prinz“. Inzwischen hat er mit den anderen beiden Clubkinder-Gründern die Text- und PR-Agentur „Flutlotsen“ gegründet und betreut Kunden wie Tim Mälzer oder Cosma Shiva Hagen.

Jannes Vahl: „Wir sind in der Stadt bestens vernetzt, und es gibt immer jemanden, der einem noch einen Gefallen schuldet. So bekommen wir schon mal kostenlos einen Club für einen Abend oder haben ohne viel Aufwand einen Sponsor für Schnaps und Bier.“ Steht die Location, wird überlegt, welches Event man auf die Beine stellen könnte: den Gig einer kaum bekannten Band, eine Tagebuchlesung oder ein kollektives Haareschneiden mit Friseuren aus dem Kiez. Die Künstler verzichten in der Regel auf die Gage, und so geht der Eintritt zu 100 % an ein Spendenprojekt. Frei nach dem Motto: Erst eine schöne Party feiern - eine Woche später steht dann ein neues Klettergerüst auf dem Spielplatz, das es sonst nicht gegeben hätte. Jannes Vahl: „Die Projekte, für die wir sammeln, suchen wir selbst aus. Vor allem muss es thematisch passen: Bei einem Metal-Konzert beispielsweise geht er Eintritt an den ‚Rock Kids St. Pauli e.V.‘, der Musikprojekte mit den Jungs und Mädchen im Kiez macht.“

Neben dem Kernteam gibt es inzwischen rund 200 freiwillige Unterstützer in der ganzen Hansestadt. Sie entwerfen und kleben Plakate, helfen beim Auf- und Abbau, stehen hinter dem Tresen, verteilen Flyer. Jannes Vahl beschreibt das so: „Vor jedem Event schicken wir an unseren Verteiler eine detaillierte Liste, wie viele Leute wir an der Tür brauchen, an der Bar, beim Aufräumen…“

Wer Interesse hat, bei einem der lässigsten Freiwilligen-Projekte in Hamburg mitzumischen, kann einfach zu einem der Vereinstreffen gehen – bei dem schon mal 100 Leute im Stadtpark zum Picknick zusammenkommen – oder zu dem monatlichen Stammtisch und dort jede Menge Clubkinder kennenlernen. Wichtig ist den Machern, dass es den Leuten ernst mit dem Engagement ist, dass sie mit dem Herzen dabei sind. Nicht gern gesehen sind solche, die sich am Ende Kontakte oder Jobs in der Szene versprechen. Ansonsten kann man über Facebook und den Mail-Kontakt jederzeit Fragen loswerden. Oder, wie es der Wahl-Hamburger Jannes auf den Punkt bringt: „Schnackt uns einfach an!“
www.clubkinder.de
Weitere Engagement-Möglichkeiten im Kulturbereich finden Sie in der Freiwilligendatenbank

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