Ferien, Fußball, Sommercamp

Etwa 250 Kinder aus ganz Deutschland haben sich in Freiburg beim DFL Kids-Club-Sommercamp getroffen. Zusammen haben die kleinen Fans aus 23 Clubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga drei spannende Tage erlebt. Neben Fußballtraining standen auch Aktionen rund um die Themen "Prävention und Inklusion" auf dem Programm. Die Aktion Mensch unterstützte das Sommercamp. Maria war als Teilnehmerin dabei. Bei uns erzählt die 12-Jährige, was sie erlebt hat.

DFL/gettyimages

Beim Kids-Club-Camp in Freiburg gab es in diesem Jahr auf dem Unigelände einige Workshops zum Thema  "Prävention" und "Inklusion". Wir wurden in kleine Gruppen eingeteilt. Man konnte vier Stationen machen.

Sag ‚Nein‘ zu Zigaretten

In unserem ersten Workshop erfuhren wir alles über die Gefahren des Rauchens und wie man sich dagegen wehren kann. Wir guckten einen Kurzfilm, der uns fünf Sachen zum Überlegen gab: 1. Wie cool ist Rauchen?, 2. Griff zur Zigarette, 3. Rauchen macht süchtig und ist ungesund, 4. Rauchen tötet,  5. Rauch-freie Schule. In einer Zigarette sind Kohlenstoffmonoxid, Teer und Nikotin enthalten, die ganz schlecht sind und die uns auch beim Sport beeinträchtigen, weil der Körper durchs Rauchen schwächer wird. Auf Zigarettenpackungen stehen ja immer Warnhinweise. In ein paar anderen Ländern sind auch Bilder von extremen Rauchern drauf, die z.B. ein Raucherbein haben. Es ist gut, dass Rauchen so schlecht gemacht wurde, aber manches war mir zu ekelig, weil zu sehr ins Detail gegangen wurde.

Einfach mal die Perspektive wechseln

Nun ging es zur nächsten Station: dem Sommerbiathlon. Wir konnten natürlich keinen Skilanglauf machen, aber es wurde uns ermöglicht zu schießen. Dafür wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt, die von ihren Betreuern verschiedene Gewehre zugewiesen bekamen. Ich habe zuerst ein Lasergewehr bekommen. Es hat aber lange gedauert bis man dran kam, weil sich alle wahnsinnig konzentrieren mussten. Später habe ich noch ein anderes Lasergewehr bekommen, aber hier mussten wir so was wie eine Schlafbrille aufsetzen, damit wir nichts sehen und uns so besser in Blinde hineinversetzen konnten. Auch blinde Menschen machen Biathlon, was ich vorher gar nicht wusste. Wir bekamen auch Kopfhörer. Wenn man genau auf den schwarzen Punkt zielte, hörte man einen lauten, hohen, unangenehmen Ton. Entfernte ich mich von dem schwarzen Punkt wurde der Ton tiefer. Freddy (von Werder Bremen) meinte, dass man sich hier nur auf sein Gehör verlassen musste und dass das am Anfang voll kompliziert war, man sich aber immer mehr daran gewöhnt hat und es am Schluss relativ leicht ging.

"Mensch-Ärgere-Dich-Nicht" in der Sportversion

In diesem Kurs durften wir alle möglichen Übungsgeräte ausprobieren und kennenlernen wie etwa kleine quadratische Matten oder Kreisel. Das diente zur Übung des Gleichgewichts und der Kraft, um Verletzungen vorzubeugen. Wir haben auch "Mensch-Ärgere-Dich-Nicht" gespielt und zwar die Sportversion: Wenn jemand z.B. eine 1 gewürfelt hatte, musste die komplette Gruppe eine ganze Runde laufen. Würfelte wer eine 6, musste die Gruppe mit dem Ball um drei Stangen dribbeln und anschließend die Hütchen treffen. Nachdem dieses Spiel fertig war und wir alle schon schwitzten, weil das so anstrengend war, spielten wir schon das nächste Spiel. Es hieß: "Moorlandschaft". Hier waren Teamgeist, Zusammenarbeit und Gleichgewicht gefragt. Ich glaube, jeder hatte hier Spaß und alle waren am Schluss total kaputt. Nun weiß ich auch, dass eine gute Körperbeherrschung notwendig ist, damit man beim Sport möglichst unverletzt bleibt.

Immer dem Rassel-Geräusch hinterher

Blindenfußball ist eine Sportart, die Fußball und Eishockey ähnelt, hat uns der Betreuer erzählt. Die Kinder in der Gruppe mussten eine Brille und einen Kopfschutz aufsetzen, damit sie wirklich nichts sehen konnten und beim Fußballspiel mussten sie sich vollkommen auf ihr Gehör verlassen. Im Ball waren Metallplättchen, die, wenn man den Ball schüttelt, wie Rasseln klingen. Leider konnte ich selbst Blindenfußball nicht ausprobieren, aber alle, die ich gefragt hatte wie es war, waren begeistert. Fabian meinte zum Beispiel, dass es ihm richtig gut gefallen habe und er sich jetzt besser in blinde Leute hinein versetzen könne.

Saftbar - Alkoholfreie Cocktails mixen

Ich durfte als Einzige noch an einer fünften und an der wohl leckersten Station teilnehmen. Wir haben dort zwei coole Cocktails gemixt. Zuerst machten wir (d.h. die anderen aus meiner Gruppe, ich musste ja die Notizen aufschreiben und konnte nicht mithelfen) den "Sunshine-Cocktail", in dem Orangen, Ananas und Zitronensaft und Grenadinen enthalten waren. Der Cocktail war sehr süß, erfrischend, lecker und exotisch. Im exotisch süßen "Moonlight-Cocktail" waren Zutaten wie Kokossirup, Bananen und Mangosaft. Er ist auch super geworden. So gut, dass Robin aus Paderborn nur noch meinte: " Ich hatte keine Erwartungen, aber er hat alle übertroffen!"

 

Linktipps:

Hier geht es zu einem weiteren Bericht über das DFL Kids-Club-Sommercamp 2015

Sportfest inklusiv. Ein Blogbeitrag über den gemeinsamen Spaß am Sport.

Die Magie des Bolzplatzes. Ein Blogbeitrag über Ehrenamtliche, die allen die Möglichkeit geben wollen zu kicken.

 

 

 

 

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