Inklusion, Aktion Mensch-Blog

Erste Hilfe "inklusiv"

von Carina Kühne

Im August besuchte ich einen Erste-Hilfe-Kurs beim Roten Kreuz. Als ich morgens dorthin kam, war ich schon sehr gespannt und auch etwas aufgeregt. Denn: Bei der Anmeldung hatte ich nichts von meiner Behinderung erwähnt. Würde man mir das Down-Syndrom ansehen und mich vielleicht gleich wieder nach Hause schicken? Zum Glück waren die Befürchtungen unbegründet. Frau Heil begann vollkommen selbstverständlich mit der Ausbildung. Die anderen Teilnehmer hatten früher schon solche Kurse absolviert, für mich war es etwas ganz Neues. Wir lernten richtiges Verhalten in Notfällen. Dazu gehörten viele theoretische aber auch praktische Übungen.
Besonders die Übung zur Herz-Lungen-Wiederbelebung machte mir sehr viel Spaß. Aber die Herzdruckmassage war schon ganz schön anstrengend. Da ist es gut, wenn man zu zweit ist. Dann kann man sich bei den 30 Druckmassagen und zwei Beatmungen immer abwechseln.

Zum Schluss bekamen wir noch ein Handbuch zur Ersten Hilfe. Ich werde nun regelmäßig darin lesen und die praktischen Übungen wiederholen.
Als ich die Teilnahmebescheinigung für meinen Erst-Hilfe-Lehrgang bekam, war ich sehr glücklich. Ganz am Ende outete ich mich, erzählte, dass ich das Down-Syndrom habe und bedankte mich für den tollen Unterricht. Denn bei diesem Kurs habe ich nicht nur viel gelernt sondern wirklich Inklusion erfahren.

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