Inklusion, Aktion Mensch-Blog

„Ein Haus wird mit dem ersten Stein gebaut“

Das 2. Spanische Filmfest Berlin vom 18.–24. November 2013 macht in diesem Jahr „Frauen“ und „Menschen mit Behinderung“ zum Thema. Marie Gronwald ist Mitorganisatorin und berichtet über die Vorbereitungen.

Das Team des Spanischen Filmfests Berlin

Schon als Kind bin ich gerne ins Kino gegangen, denn damals wie auch heute liebe ich die Möglichkeit, in eine andere Welt einzutauchen und alles andere zu vergessen.
Der deutsch-spanische Schauspieler Daniel Brühl hat es mir besonders angetan, und auch die spanische Sprache mag ich sehr. Letzten Winter entdeckte meine Assistentin ein Plakat mit Daniels Gesicht, das das 1. Spanische Filmfest ankündigte.

Ein ganz besonderes Angebot

Leider musste ich am Telefon erfahren, dass das Kino, welches die Filme zeigt, nicht barrierefrei ist. Ich schrieb eine Email an die Veranstalter, mit der Bitte, im nächsten Jahr einen barrierefreien Ort für das Event zu finden. Daraufhin brachte mir der Festivaldirektor Santiago DVDs mit Filmen des Festivals einfach nach Hause. Ich war begeistert von dieser unkomplizierten Lösung. Santiago und ich verstanden uns auf Anhieb und beschlossen, im nächsten Jahr gemeinsam das 2. Spanische Filmfest Berlin zu organisieren. Seitdem bin ich im Mediateam des Festivals.

Ein Ort für alle

Das Filmfest wird von einem multikulturellen und ehrenamtlichen Team gestaltet. Wir möchten mit dem Festival einen Ort schaffen, um die aktuelle Filmkunst, die soziale und gesellschaftliche Wirklichkeit und die spanischsprachige Welt zu präsentieren.
Unter anderem laden wir dazu Schauspieler und auch Regisseure ein, um mit dem Publikum über die gezeigten Filme ins Gespräch zu kommen.

In diesem Jahr stehen Frauen und Menschen mit Behinderung im Mittelpunkt der Filmfestwoche. Mit dabei ist der Protagonist aus „Mon Petit“ Albert Casales García und der Behindertenaktivist Matthias Vernaldi sowie die Mitarbeiterin Ulrike Haase vom „Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V.“.
Wir freuen uns, dass das Projekt im Rahmen der Förderung „Miteinander gestalten“ von der Aktion Mensch unterstützt wird.

Die Sache anders sehen

Das Motto des Festivals lautet: „Sieh die Sache anders“. Es werden nicht nur Filme gezeigt, die zur Diskussion anregen, sondern sie werden erstmals auch im barrierefreien Kino „Babylon Mitte“ gespielt. Die Filme, die Menschen mit Behinderungen in den Mittelpunkt rücken, erzählen unter anderem von einer blinden Frau, die Mutter werden will („Seis puntos sobre emma“), einem Mann, der im Rollstuhl durch die Welt reist („Mon Petit“) und einem querschnittgelähmten Kolumbianer, der sich ohne Unterstützung vom Staat durch seinen Alltag kämpft („Porfireo“).

Alle Filme haben gemeinsam, dass die Protagonisten auf beeindruckende Weise ihren Weg finden, um ihre Pläne zu verwirklichen. Auch wenn wir noch am Anfang des Weges stehen, ein vollkommen „barrierefreier“ Ort für alle zu sein, möchten wir mit dem Filmfest zeigen, dass man gemeinsam einen Raum für Akzeptanz und Toleranz schaffen kann.

Jeder ist uns willkommen

Santiago sagte neulich: „Marie, ein Haus wird mit dem ersten Stein gebaut.“
Wir werden uns Schritt für Schritt eine Lösung ausdenken, wie möglichst viele Menschen mit den verschiedensten Voraussetzungen und Lebensgeschichten mit uns das Filmfest feiern können.

Wir sehen uns vom 18.–24. November beim 2. Spanischen Filmfest Berlin und werden gemeinsam in viele Welten eintauchen. Ich freue mich darauf!


Linktipps:
Weitere Informationen und das Programm des 2. Spanischen Filmfests Berlin
Die Facebook-Seite des Spanischen Filmfests Berlin

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