Aktion Mensch-Blog

Ein Blick in die Mitte der Gesellschaft

von Redaktion

Fast ein Jahr läuft in Dresden nun das Projekt „Wir sind in der Mitte der Gesellschaft“ der Stadt AG Hilfe für Behinderte. Dieses hat das Ziel, eine inklusivere Stadt zu gestalten. Die Aktion Mensch fördert das dreijährige Vorhaben, das die Bereiche Teilhabe an der Kultur, Beteiligung am politischen und öffentlichen Leben sowie die Bewusstseinsbildung umfasst. Manuela Scharf, die Verantwortliche des Projekts, stellt einige Höhepunkte der bisherigen Arbeit vor.
Einen ausführlichen Bericht über das Inklusionsprojekt lesen Sie in der aktualisierten Neuauflage des Themenheftes „Wissen Inklusion 2013“ der Aktion Mensch.

Knotenpunkt Residenzschloss: Wo kulturelle Teilhabe möglich wird. Die Gruppe testet die Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden auf ihre Barrierefreiheit. Aktion Mensch / Julian Röder

Von Manuela Scharf

Die Entstehung einer People First-Gruppe für Dresden rückt in greifbare Nähe. Sylvia Müller ist die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen Dresdens, sie findet, dass eine solche Gruppe notwendig und treibt das Thema voran. Sie lädt die ersten Interessenten für die Gruppe demnächst zu einer Stadtratssitzung und einer anschließenden Runde zum gegenseitigen Kennenlernen ins Rathaus ein. Daran nehmen auch Mitglieder des Behindertenbeirats teil.
Eine lokale People First-Gruppe bedeutet einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Selbstvertretung und Selbstbestimmung für die Dresdener.

Dresden – bunt und vielfältig

Ein Höhepunkt der Öffentlichkeitsarbeit war die Parade der Vielfalt anlässlich des Europäischen Protesttages der Menschen mit Behinderungen am 5. Mai in Dresden. Es war ein fantastischer sonniger Tag, an dem wir uns zentral an der Frauenkirche trafen. Wir ließen 200 bunte Luftballons gemeinsam steigen und marschierten dann in Begleitung der Sambaband „Samba Universo“ über einen orangefarbenen Teppich – welcher die Rollstuhlfahrer vor dem historischen und unebenen Pflaster sehr eindrucksvoll schützte – bis zur Brühlschen Terrasse. Dort sammelten sich dann alle Gäste der Parade gemeinsam mit den Menschen, welche zum Flashmob „Wir verabschieden den Winter“ gekommen waren, auf der Treppe und winkten mit bunten Handschuhen in die Kameras. 650 Menschen mit und ohne Behinderung zeigten so gemeinsam, dass Dresden bunt und vielfältig ist. Zahlreiche Gespräche und circa 300 verteilte Infozettel belegten außerdem das große Interesse der Passanten an unserer Aktion. So haben wir inklusive Bewusstseinsbildung mit sehr viel Spaß betrieben.

Barrierefreie Museen

Seit Projektstart im Sommer 2012 testen wir mit unserem Kooperationspartner, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die Museen im Residenzschloss auf Barrierefreiheit aus allen Perspektiven. Dazu traf sich seit vergangenem Herbst jeden Monat eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen, welche sich unter anderem die Ausstellungen, die Wege, die Toiletten und die Barrierefreiheit der Webseite des Museums angeschaut und bewertet hat. Dabei gab es interessante Entdeckungen. Aus dem Historischen Grünen Gewölbe gäbe es bei Brandgefahr keine Möglichkeit für Rollstuhlfahrer zu fliehen, da die Fluchtwege mit Treppen versehen sind. Aber auch viel Positives wurde gefunden, wie etwa die Möglichkeit, für Menschen mit Behinderung Führungen zu buchen – auch in Leichter Sprache. Unser Testteam ist dabei als Gruppe so gut zusammengewachsen, dass wir fast traurig sind, uns jetzt erst mal nicht mehr so regelmäßig zu sehen.

Einen ausführlichen Bericht über das Inklusionsprojekt in Dresden lesen Sie in der aktualisierten Neuauflage des Themenheftes „Wissen Inklusion 2013“.

Die Stadt AG

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