Freiwilliges Engagement

Draussenseiter - Deutschlands erstes Straßenmagazin

In den kalten Monaten entdecken Zeitungen, Radio und TV das Thema Obdachlosigkeit. Wenn die Temperaturen für Menschen ohne Wohnung lebensgefährlich werden, häufen sich die Berichte über Notunterkünfte, Kleiderspenden und Wärmestuben. Eine Zeitung in Köln hingegen berichtet das ganze Jahr über diejenigen, die am Rande der Gesellschaft leben: der „Draussenseiter“.

Christina Bacher (vierte von links) mit dem Kölner Redaktionsteam Foto: Anemone Träger

Seit 1992 berichtet Deutschlands erste Obdachlosenzeitung über Menschen, die einmal ein ganz normales Leben geführt haben. Christina Bacher ist seit sieben Jahren als Chefredakteurin mit dabei. Sie trägt die Verantwortung dafür, dass die bunt gemischte Redaktion jeden Monat ein professionell gestaltetes Heft in Druck geben kann und den wohnungslosen Verkäufern damit ein kleines Einkommen sichert. Bacher kennt noch einen weiteren Gewinn des Projekts: „Das Verkaufen des ‚Draussenseiters‘ strukturiert den Tag. Als Verkäufer ist man an einem festen Ort tätig, lernt seine Stammkunden kennen und hat so etwas ähnliches wie einen Job.“

Zu den freiwilligen Helfern gehören Journalisten, Fotografen, Layouter, PR-Leute und andere Menschen. Es sind Menschen, die früher selbst einmal keine Wohnung hatten, oder welche, die derzeit auf der Straße leben und früher mit Medien zu tun hatten, oder es sind einfach Interessierte, die die ersten Schritte im Journalismus wagen. Die freiwilligen Helfer recherchieren, texten, layouten, fotografieren oder packen beim Vertrieb mit an. Einer der wohnungslosen Redakteure ist im vergangenen Winter erfroren – ein Schock für das gesamte Team.

Die Redaktionsmitglieder treffen sich auch jenseits des „Draussenseiter“-Büros, das beim Kölner Verein Oase angesiedelt ist. Ein Stammtisch für Ehrenamtler findet regelmäßig statt, außerdem unternimmt man gemeinsam Ausflüge in die Kölner Kostenlos-Kultur: zu Vernissagen oder Konzerten, die kein Geld kosten.

Der „Draussenseiter“ sucht nach wie vor nach ehrenamtlichen Unterstützern. Wer Lust hat, sein ganz persönliches Know-how in einen professionellen Redaktionsbetrieb einzubringen und dabei selbstständig arbeiten kann, findet hier weitere Informationen.

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