Freiwilliges Engagement, Aktion Mensch-Blog

Die etwas anderen Banker

Youth Banker sind Teenager oder junge Erwachsene, die mit Know-how, Kontakten und Geld lokale Projekte von Gleichaltrigen fördern. Dabei erleben alle Beteiligten, wie man in Eigenregie Träume verwirklicht und dass sich Beteiligung vor Ort lohnt. So wie Paul und seine Mitstreiter aus der Oberlausitz.

„Es gibt Menschen, die legen einem Steine in den Weg. Und es gibt Menschen, die räumen sie weg.“ So beschreiben sich die Youth Banker selbst, für die ein satter Gewinn nicht in einer möglichst hohen Rendite besteht. Die Währung, um die es den Jung-Bankern geht, ist die Zahl der ermöglichten Jugend-Projekte.

Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Eine Handvoll Jugendlicher tut sich an einem Ort zusammen und gründet eine lokale Youth Bank. Sie finden Bürgerstiftungen, Unternehmen oder Kommunen, die Geld geben und rufen Jugendliche dazu auf, ihre Ideen zu präsentieren, mit deren Hilfe sich in Kiez, Dorf, der Clique oder Schule etwas verändern lässt. Das kann zum Beispiel ein Bandwettbewerb, die Gründung eines Jugendparlaments oder eines Schulradios sein. Die Projekte, die überzeugen, werden dann umfassend unterstützt.

Paul (18) und seine Mitstreiter haben es vorgemacht. Vor zwei Jahren gründeten sie die Youth Bank Oberlausitz, die sowohl in Görlitz als auch Weißwasser ihren Sitz hat. Paul hat gerade sein Abitur gemacht und fängt in Kürze mit dem Studium an der Verwaltungsfachhochschule in Meißen an. Er wurde eher zufällig Youth Banker. Er hatte einmal von der Idee gehört, und als er ein Thema für die einjährige Projektarbeit in der 11. Klasse suchte, wusste er sofort, womit er sich intensiver beschäftigen wollte. Von dem Konzept angefixt tat er sich mit Gleichaltrigen zusammen und holte sich den Segen des Youth Bank e.V., dem Rückrad der Bewegung in Deutschland. Inzwischen haben die Youth Banker Theaterprojekte, Tanz-Wettbewerbe oder deutsch-polnische Austauschprojekte gefördert. Inhaltlich gibt es keine Vorgaben, Hauptsache, Jugendliche werden selbst aktiv und das Projekt steht prinzipiell allen Gleichaltrigen offen.

Die ausgewählten Projekte bekommen nicht nur eine Förderung von bis zu 400 Euro – die Youth Banker beraten auch bei der Sponsoren-Akquise, Abrechnung, Dokumentation oder beim Projektmanagement. Das Know-how haben Paul und seine Kollegen meist in anderen Ehrenämtern gesammelt, z.B. in Vereinen oder Schülervertretungen.

Das Ganze ist eine Win-Win-Situation, wie Banker sagen würden: Die ehrenamtlichen Youth Banker erhalten vom Youth Bank e.V. Weiterbildungen und Schulungen. Es sind Kenntnisse, die sie unmittelbar an die geförderten Projekte vor Ort weitergeben können. Gemeinsam mit den Jugendlichen in den Projekten erleben sie Selbstwirksamkeit, also wie man selbst Verantwortung übernimmt und sein Umfeld in Eigenregie verändern kann.

Wer eine Youth Bank gründen will, bei einer bestehenden einsteigen möchte oder nach Unterstützung seines Projekts sucht, findet hier alles wichtige zu den Youth Banks: www.youthbank.de

In der Freiwilligendatenbank können Sie nach weiteren interessanten Angeboten suchen.

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