Freiwilliges Engagement

Das Engagement-Wochenende, das wirkt

Die Welt an einem Wochenende retten? Sogenannte Wirkcamps, die gerade einmal drei Tage dauern, machen die Welt zumindest etwas besser. Hier packen dutzende Teilnehmer mit an, um ganz greifbare Ergebnisse zu schaffen.

2009 versammelten sich in Würzburg zum ersten Mal rund 100 Engagierte – viele davon Studierende – um an einem Wochenende einen Beitrag zur sozialen und ökologischen Verantwortung zu leisten. Im Vorfeld hatten sich sieben Arbeitsgruppen zusammengetan, die jeweils einen konkreten Projektplan aufgestellt haben. Eine AG beispielsweise hat zusammen mit der Jenaer Solarstrominitiative eine Modell-Photovoltaik-Anlage konstruiert. Eine andere Gruppe baute ein Fahrrad aus Bambus, und auch ein T-Shirt-Label (xtinxt.info) hat sich damals gegründet. Alle Teilnehmer bringen dabei ihr Know-how ein. Im besten Fall engagieren sie sich auch über das Wochenende hinaus für das Projekt. Das Wirkcamp wird dann zum Lockangebot für ein langfristiges Engagement, schließlich sind die Projekte zum Großteil weit über das Camp hinaus aktiv. Seit dem ersten Camp haben inzwischen fünf weitere in ganz Deutschland stattgefunden.

Die Idee Wirkcamp verbreitet derzeit das kleine Kernteam der „Initiative Synagieren“, das über ganz Deutschland verteilt ist und sich vorwiegend via Skype organisiert. Es hat die Wirkcamps als „Opensource-Plattform“ definiert, das heißt, es ist ein Format, das jeder nachmachen und weiterentwickeln kann. Jeder, der Lust hat, in seiner Stadt oder Region ein Wirkcamp auf die Beine zu stellen, kann dies machen und bekommt darüber hinaus die volle Unterstützung vom Kernteam. Carl-Friedrich Schleußner gehört zu den Gründern und erklärt: „Meist sind es TeilnehmerInnen früherer Camps, die eine eigene Veranstaltung auf die Beine stellen wollen.“ Die Organisatoren vor Ort bekommen dann Zugang zum kompletten Erfahrungswissen des Kernteams. Schleußner ergänzt: „Wir sind jederzeit ansprechbar. Zusätzlich arbeiten wir an einem Handbuch, das ganz konkrete Anleitungen bietet, wie man etwa lokale Partner findet oder die AGs am besten organisiert.“ Eine feste Organisationsstruktur gibt es nicht, Fragen gehen an einen E-Mail-Verteiler und erreichen alle Team-Mitglieder. Zusätzlich gibt es zahlreiche Werbematerialien kostenlos auf der Synagieren-Homepage.

Inzwischen haben rund 600 Menschen auf sechs Wirkcamps Selbstwirksamkeit erlebt, für viele von ihnen war es der Einstieg in ein dauerhaftes Engagement. Zufrieden nach Hause fahren, etwas geschafft haben und dann überlegen, wie man sich weiter engagiert – das ist das Funktionsprinzip der Wirkcamps.

Aktuell in der Planung ist ein binationales Camp 2014 mit Studierenden aus Frankreich und Deutschland in Freiburg.

www.synagieren.de

Weitere Engagement-Möglichkeiten finden Sie in der Freiwilligendatenbank.

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