Aktion Mensch-Blog

„Damit keiner mehr im Abseits steht.“

Der Moderator Rudi Cerne wird das neue Gesicht der Aktion Mensch. Im Kurzinterview erzählt er, wie es dazu kam.

ZDF/Rico Rossival

Rudi Cerne, ab dem 1. Januar 2014 sind Sie der neue Botschafter der Aktion Mensch. Über 50 Ziehungssendungen im Jahr sind eine Menge Arbeit für ein ehrenamtliches Engagement. Was motiviert Sie?

Rudi Cerne: Das ZDF und die Aktion Mensch sind eng miteinander verbunden. Seit meinem Einstieg im Sender 1996 bin ich der Soziallotterie immer wieder begegnet. In all den Jahren habe ich persönlich immer viel Unterstützung erfahren. Mit der Arbeit bei der Aktion Mensch möchte ich jetzt etwas zurückgeben. Die Auswahl zum Botschafter empfinde ich als große Auszeichnung. Schließlich vermittle ich bei der sonntäglichen Ziehungssendung keine Hiobs-Botschaften, sondern Gewinner – und kann zudem geförderte Projekte direkt vor Ort besuchen.

Die Aktion Mensch möchte, dass Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich zusammen leben und arbeiten. Welchen persönlichen Zugang haben Sie dazu?

Rudi Cerne: Mein Vater ist mit nur einem Bein aus dem Krieg zurückgekehrt. Damals hat er sich mit seiner Behinderung sehr isoliert gefühlt und sich selbst ins Abseits gestellt. Für mich als Sohn war das sehr bedrückend. Heute möchte ich daran mitarbeiten, dass niemand mehr im Abseits stehen muss und alle in unserer Gesellschaft mitmachen können. Erst vor kurzem habe ich etwas Tolles am Strand in Italien gesehen. Dort gab es einen Weg, der auch für Rollstuhlfahrer problemlos nutzbar war. Lösungen, die Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt berücksichtigen – davon wünsche ich mir noch mehr.

Es gibt Situationen im Leben, da ist man nicht so einsatzbereit wie sonst. Welche persönlichen Einschränkungen haben Sie schon mal erlebt?

Rudi Cerne: Als ich noch Eiskunstläufer war, waren Stürze an der Tagesordnung. Einmal war mein Arm schwer verletzt. Ein Nerv hatte sich so unglücklich eingeklemmt, dass ich eine Teillähmung hatte. In dieser Zeit war ich extrem eingeschränkt – was schlimm für mich war. Aber zum Glück konnte ich dann weitermachen. Denn Sport ist ein wunderbarer Platz für Begegnung, bei dem alle zusammen sein können. Insgesamt freue ich mich sehr auf meine Arbeit bei der Aktion Mensch – und auf die vielen Projekte, die ich in diesem Rahmen kennenlernen darf.


Zur Pressemitteilung


Mit Aktion Mensch-Nutzerkonto

Melde dich an und diskutiere mit!

Als Gast

Gib deinen Namen oder ein Pseudonym sowie deine E-Mail-Adresse an und kommentiere als Gast:

Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.


Sortieren nach Datum:

avatar

Günter König-Kruse

Hallo an die Aktion Mensch!
Mit eurer Hilfe haben wir ein Projekt, den Bau einer inklusiven Sporthalle mit Gesundheitsbereich für 4,4 Millionen Euro realisieren können. Unser Sportverein TSG Hatten-Sandkrug mit fast 3000 Mitgliedern wird das Projektende mit einer Gala am 13.8. in Sandkrug im Landkreis Oldenburg begehen. Willi Lemke wollte als UN Beauftragter eine Festrede halten; ist aber noch in RIO bei dem Olympischen Spielen. Wäre Rudi Cerne verfügbar?
Sportliche Grüße
Günter König-Kruse

Filter

Schlagwort


Tags

In Vorfreude Gutes tun

Dein perfektes
Weihnachtsgeschenk

Ein Jahreslos der
Aktion Mensch

Jetzt Los kaufen

So kannst du beitragen

Freiwillig engagieren oder Projekt starten

Über Inklusion informieren

Die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen

Noch kein
Geschenk?