Inklusion, Aktion Mensch-Blog

Carmina Burana – inklusiv und open air

Carmina Burana, das weltberühmte Musikwerk von Carl Orff, als Open Air-Aufführung mit 150 Tänzerinnen und Tänzern – mit und ohne Behinderung – auf der Bühne. „Carmina – das inklusive Tanzprojekt“ ist die Umsetzung des Inklusionsgedankens in die Wirklichkeit. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen und Proben. Jetzt fanden die Premiere und zwei weitere Aufführungen statt. Die Zuschauer konnten sich auf ein spektakuläres Gesamtkunstwerk aus Tanz, Live-Musik und Lichtkunst freuen.

Proben zum inklusiven Tanzprojekt "Carmina" C. Fischer

Als bei der Premiere am Freitagabend die Musik in der Laufenmühle in Welzheim erstmals erklang, lagen nicht nur anstrengende Wochen hinter den Akteuren. Zu sehen war eine Tanz- und Musikperformance, die in dieser Form in Deutschland einzigartig ist. Denn über 300 Mitwirkende mit und ohne Behinderung in einem Tanzprojekt zusammenzubringen, war nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine soziale und menschliche Herausforderung.
Schirmherr des Projekts war Winfried Kretschmann, der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg. In seinem Geleitwort sagte er über die Carmina Burana: „Das populäre, musikalisch eingängige, alle Sinne ansprechende Meisterwerk von Carl Orff ist für ein solches Projekt der Inklusion wie geschaffen.“

"Wenn wir zusammen tanzen können, können wir zusammen leben"

Beteiligt waren Schüler der Albertville Realschule Winnenden und der Janusz-Korczak-Förderschule Welzheim, Menschen mit Behinderung der Christopherus Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Welzheim und einige Tänzer mit Behinderung aus der Londoner Amici Dance Theatre Company. Außerdem mit dabei: Der Londoner Choreograf Wolfgang Stange als künstlerischer Leiter, die Berliner Choreografen Volker Eisenach und Royston Maldoom, die ehemalige Solotänzerin des legendären Wuppertaler Pina Bausch Ensembles, Jo Ann Endicott – und vor allem viele begeisterte Tänzer. Das Projekt "Carmina" vereinte mehr als 300 Akteure. Ein spektakuläres Lichtdesign sorgte für den Rest.
Der bekannte Choreograf Royston Meldoom hat bereits in früheren Projekten zahlreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der Inklusion gesammelt. Unter anderem in einem Tanzprojekt – mit 250 Kindern und Jugendlichen aus 25 Nationen in Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern  –, das der preisgekrönte Dokumentarfilm "Rythm is it!" wundervoll eingefangen hat. Von Meldoom stammt der schöne Satz: "Wenn wir zusammen tanzen können, können wir zusammen leben."
Das inklusive Tanzprojekt „Carmina“ ins Leben und auf die Bühne gerufen, hat übrigens die Christopherus Lebens- und Arbeitsgemeinschaft im baden-württembergischen Welzheim. Eine Einrichtung für rund 90 Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung.

1.300 Zuschauer pro Aufführung möglich

Über 250.000 Euro wurden von den Veranstaltern für das aufwendige Tanzprojekt eingeworben. Die Aktion Mensch ist einer der Hauptförderer. Insgesamt gab es jeweils eine Aufführung am 5., 6. und 7. Juli, bei denen pro Veranstaltung 1.300  Zuschauer die Gelegenheit hatten, sich die Aufführungen anzusehen.


Linktipps:
Das inklusive Tanzprojekt "Carmina"
Der Film zum Tanzprojekt "Carmina"
Die Facebook-Seite des Tanzprojekts "Carmina"
Momo im Hinterhof. Ein Blogbeitrag von Gundel Köbke über ein integratives Tanztheater für Kinder
„Menschen spielen Menschen“. Ein Blogbeitrag von Carmen Molitor über das Theaterstück "Unter Irren" des integrativen Ensembles der Opernwerkstatt am Rhein
"Die Ästhetik des Ungewöhnlichen inszenieren". Ein Interview im Blog von Carmen Molitor mit Gründerin Gerda König über die Kölner Tanzcompany DIN A 13

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