Freiwilliges Engagement, Aktion Mensch-Blog

Bilder einer Ausstellung

Cordula Mietz malt Bilder, die viele Menschen begeistern. Das Erstaunliche: Sie entstehen am Computer mithilfe einer Kopfsteuerung, da sie die Hände nur eingeschränkt benutzen kann. Der Verein kommhelp stand mit Software und jeder Menge Know-how zur Seite.

Es war ein großer Tag für Cordula Mietz, als die Ausstellung mit ihren Bildern im Februar eröffnet wurde. Viele Freunde und Interessierte waren gekommen, um die rund 30 Werke in den Räumen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Berlin zu sehen.

Das Besondere dabei: Cordula Mietz hat von Kindheit an motorische Probleme, ist Rollstuhlfahrerin und kann auch mit den Händen weder Pinsel führen, noch eine Computermaus bedienen. Dass sie dennoch am Rechner detaillierte Bilder zeichnet, hat auch mit dem Verein kommhelp – namentlich Julia Deutsch – zu tun.

Seit 20 Jahren engagiert sich der Verein dafür, dass Menschen mit Behinderung normale PCs in vollem Umfang nutzen können. Er stellt alternative Eingabehilfen und spezielle Software zur Verfügung, damit jeder so selbstbestimmt wie möglich kommunizieren kann. Dazu gehört auch das Nutzen von Anwendungen wie E-Mail, Skype oder Facebook.

So wurde für Cordula Mietz eine Kopfsteuerung angepasst, die es ihr ermöglicht, durch Kopfbewegungen den Mauspfeil zu bewegen und Klicks auszuführen. Dafür bedarf es lediglich einer handelsüblichen Webkamera plus der entsprechenden lizenzfreien Software.

Julia Deutsch von kommhelp ist regelmäßig bei Cordula Mietz zu Besuch, stellt sicher, dass alles funktioniert und entwickelt mit ihr die Software weiter. So wurde ein schwarzer Hintergrund am Rollstuhl befestigt und das Gesicht von einer Lampe so ausgeleuchtet, dass die Kamera besonders gut die Bewegungen des Kopfes erkennt. Neben dem Zeichenprogramm arbeitet Cordula Mietz auch mit Programmen, mit deren Hilfe sie alle möglichen Anliegen kommunizieren kann. Dies sind in der Regel lizenzfreie Programme, die vom Verein individuell angepasst und auch weiterentwickelt werden.

Freiwillige wie Julia Deutsch begleiten die Menschen, die sich an ihren Verein gewendet haben, über einen langen Zeitraum, justieren die Technik immer wieder neu, passen die Software an und erfüllen so eine Aufgabe, von der Angehörige oder Pflegende oft überfordert sind. Dabei sind Informatiker und Entwickler bei kommhelp eher selten. Einen gewissen technischen Sachverstand sollte man mitbringen, Spezialwissen wird jedoch nicht benötigt. Cordula Mietz ist übrigens auch als ehrenamtliches Mitglied des Vereins engagiert und hilft bei der Verbesserung der Programme.

Julia Deutsch und ihre Mitstreiter in Berlin freuen sich über weitere Unterstützung. Die Liste mit Menschen, die auf passende Eingabehilfen für den Computer warten ist lang.
Zum Verein Kommhelp

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